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Niereninsuffizienz: Richtig ernähren beugt vor

„Die größte Gemeinheit an einer Niereninsuffiienz (CNI) ist“, sagt Stefan Wolfarth, Ernährungsberater für Hunde & Katzen, „dass diese im Labor erst erkannt werden kann, wenn bereits über 50 Prozent der Niere beschädigt ist und dass sie irreparabel, also nicht behandelbar ist. Aber was kann ich für meine Katze oder meinen Hund noch Gutes tun? Als Tierhalter hat man zumindest die Möglichkeit, das ultimative Nierenversagen zu verzögern und dem Tier noch eine angenehme Zeit zu bieten“, erklärt der Gesundheitstherapeut und Dozent (Foto), der von Stemwede aus Tierhalter berät und mit seiner Frau Anke Astrid Wolfarth den Internet-Shop www.gesundes-im-napf.de betreibt.

Doch vorab sollte man sich ein Bild machen, was Niereninsuffizienz eigentlich ist, rät er. Die Niere ist eines der beiden Hauptentgiftungsorgane im Körper. Arbeitet die Niere nur noch eingeschränkt, können nicht mehr alle Giftstoffe bereinigt werden, und der Körper vergiftet immer mehr, bis die Niere die Funktion vollständig einstellt: das Nierenversagen! Wir müssen als Tierhalter also alles daran setzen, dem Körper möglichst keine weiteren Giftstoffe wie Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Farbstoffe, etc. zuzufügen. Statt dessen müssen wir dafür sorgen, die Tiere mehr denn je mit bioverfügbaren, also verwertbaren und gesunden Nährstoffen zu versorgen. Im Fall von Hund und Katze sind dies die tierischen Proteine - also Fleisch von guter Qualität. Aufgrund der Nierenschädigung muss zwingend die sonst artgerechte Menge an tierischen Proteinen reduziert werden. Um so wichtiger also, dass diese reduzierte Proteinaufnahme aus einer hochwertigen Quelle stammen, also von hochwertigem Fleisch.

„Die größte Gemeinheit an einer Niereninsuffiienz (CNI) ist“, sagt Stefan Wolfarth, Ernährungsberater für Hunde & KatzenDie beste Behandlung ist die, die man nicht braucht!

Daher ist nichts so wirksam wie die Vorbeugung. Um vorbeugen zu können, muss man natürlich wissen, was zu einer Niereninsuffizienz führen kann. Die typischen Faktoren hierfür sind Vergiftungen, Medikamente, falsche Ernährung und eine altersbedingte Niereninsuffizienz. Gegen einige dieser Faktoren kann man vorbeugen. Eine Vergiftung kann durch unterschiedliche Gründe eintreten. Ratsam ist es allemal, auf giftige Pflanzen im Umfeld zu verzichten und, wenn Vergiftungen eintreten, sofort zu reagieren und wie bei jeder Behandlung zu prüfen, ob es nicht auch homöopatische Ansätze gibt. Ist eine medikamentöse Behandlung unumgänglich, sollte dabei auch bereits an eine Unterstützungsbehandlung der Niere und Leber mit alternativen Möglichkeiten gedacht werden.

Worauf wir aber problemlos Einfluss nehmen können, ist die artgerechte Ernährung. Verwendet man artfremde Nahrung wie beispielsweise Trockenfutter, ebne ich bereits den Weg für eine Niereninsuffizienz, weil zum einen schädliche Stoffe - wie weiter oben beschrieben - enthalten sind, nur Fleischmehl anstatt hochwertigem Fleisch verwertet wird und vor allem, weil es trocken ist und dadurch die Körperorgane wie unter anderem die Niere schwächt, da diese dehydriert, also vertrocknet und somit den Körper vergiftet – und schon haben wir wieder die Vergiftung. Weder Hund noch Katze schaffen es, den Feuchtigkeitsverlust – der bei Trockenfutter zwangsweise immer entsteht – auszugleichen, auch wenn uns die Werbeinstustrie hier gerne etwas anderes vorgaugelt. Ernähren Sie Ihr Tier gesund und artgerecht und beugen Sie so einer Niereninsuffizienz vor. (Text: Stefan Wolfarth, Ernährungsberater für Hunde & Katzen Gesundheitstherapeut und Dozent)