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Hunde im "Backofen"

Das passiert immer wieder: Jemand will nur schnell was einkaufen und lässt seinen Hund im Auto zurück. Dann aber trifft Herrchen - oder Frauchen - einen Freund/eine Freundin, man setzt sich zu einem längeren Schnack in ein Café, und der Hund "schmilzt" im in der Sonne stehenden Wagen so langsam dahin. Dabei droht dem Vierbeiner schon ab 20 Grad Außentemperatur der Tod", betont Stefan Wolfarth, Mitinhaber von "Gesundes im Napf - weil wir Tiere lieben". Denn das Autoinnere kann sich bei steigenden Temperaturen schnell auf über 50 Grad aufheizen! Leider werden auch diesen Sommer wieder viele Hunde durch Hitzschlag qualvoll im Auto sterben.

Sowohl Katzen als auch Hunde können einen Hitzschlag erleiden.Sowohl Katzen als auch Hunde können einen Hitzschlag erleiden. Da die größte Gefahr jedoch in einem in der Sonne geparkten Auto bei geschlossenen Fenstern besteht, sind weitaus mehr Hunde als Katzen oder andere Kleintiere betroffen. Es reichen schon wenige Minuten aus, um den Hund im verschlossenen Auto in praller Sonne in einen lebensbedrohliche Situation zu bringen.

Auch ein Fenster, das nur einen Spalt offen ist, kühlt nicht ausreichend! Hunde und Katzen regulieren den Wärmeaustausch über Hecheln. Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Hat es dazu keine Möglichkeit, kommt es zu Hyperthermie, d. h. die Körpertemperatur steigt an.

Erste Anzeichen eines Hitzschlages sind:

Unruhe, eine weitherausgestreckte Zunge bei gestrecktem Hals, Taumeln, Erschöpfung. Ab 40 Grad Körpertemperatur treten Kreislaufbeschwerden auf. Lebenswichtige Organe werden weniger mit Blut versorgt, was zum Schock führen kann. Steigt die Körpertemperatur auf 43 Grad an, gerinnt das körpereigene Eiweiß, was Bewusstlosigkeit zur Folge haben kann.


Was ist zu tun?

Ein Hitzschlag ist ein medizinischer Notfall! Das Tier muss deshalb so schnell wie möglich in tierärztliche Behandlung. Stefan Wolfarth rät: "Bringen Sie das Tier umgehend an einen schattigen Platz und kühlen Sie es langsam mit nasskalten Tüchern für mindestens 30 Minuten ab. Ist der Hund bei Bewusstsein – und nur dann! – schluckweise Wasser anbieten. Bei Bewusstlosigkeit muss der Hund in die stabile Seitenlage gebracht werden, wobei die Zunge heraushängen muss. Beobachten Sie einen Hund in einer Notsituation im Auto, zögern Sie nicht, die Polizei zu rufen!" (Text: Stefan Wolfarth / Foto oben: Günter Havlena / pixelio.de,
Foto unten: M. Großmann / pixelio.de