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Walzer, Oper, Musical, Pop, Stepptanz und Feuerwerk: André Rieu und sein Orchester können einfach alles

Rieu-Konzert Maastricht

Als »Walzerkönig« startete André Rieu 1988 seine außergewöhnliche Karriere. Basis dafür war – und ist – das Johann-Strauß-Orchester, mit dem er 1987 mit einem Dutzend Musikern für den ersten Auftritt am 1. Januar 1988 probte. Dem erfolgreichen Start folgten bis heute jede Menge Konzerte in aller Welt – mittlerweile aber mit einem zahlenmäßig gewaltig gewachsenen Ensemble: Zwischen 50 und 60 Musiker »bevölkern« die Bühnen in Hallen, Stadien und auf großen Plätzen und sorgen für den unverwechselbaren »Rieu-Sound«, der die Menschen überall auf der Welt fasziniert. 

Nicht zuletzt aber ist es die sympathisch-smarte Ausstrahlung des gefeierten Stargeigers selbst, die ihm bis heute Ruf und Renommée sichern. Dabei ist sein Erfolgsrezept ein ganz einfaches: Er will mit Emotionen Lebensfreude und Humor in die Welt tragen. Und wo gelingt ihm dies wohl leichter als in Maastricht, seiner niederländischen Heimatstadt, in der er seit Jahren in jedem Sommer eine Konzertserie spielt?! Wer in diesem Jahr eines der insgesamt zwölf Konzerte, sozusagen der »Rieu-Heimspiele«, auf dem Vrijthof erleben wollte, musste früh buchen. Und gehörte dann zu den jeweils rund 11.000 Glücklichen, die in den Genuss der knapp dreistündigen Show kamen. 

Um es vorweg zu sagen: André Rieu und seine Musiker bieten eine wirkliche Musikshow. Natürlich gehören nach wie vor Walzer zu dem opulenten Programm; sie sind sozusagen das Rückgrat. Aber André Rieu wäre nicht der erfolgreiche Musik-Macher und Entertainer, wenn er seine Show nicht weiterentwickeln würde. So »walzerten« an diesem etwas kühlen, wenngleich glücklicherweise trockenen Sommerabend 50 Paare durch die Gänge auf dem Vrijthof – und schnell waren auch viele Besucher auf den Beinen, die auf diese Tanzgelegenheit offenbar schon gewartet hatten.  

Drei Tenöre und drei Sopranistinnen bereicherten das Programm mit ihren Stimmen, schmetterten wunderbare Opernarien und Musicalsongs in den Maastrichter Nachthimmel, Panflöte und Glockenspiel: Die exquisiten Musiker des Johann-Strauß-Orchesters bewiesen einmal mehr, dass sie Klassik und Moderne perfekt beherrschen.

Zur Show gehört die Plauderei, mit der Entertainer André Rieu, seine Violine im Arm, gekonnt und locker die kurzen Pausen zwischen den Titeln füllt. Dabei erzählte er ein bisschen über seine Jugend in Maastricht, in der seine Liebe zur Musik tief geprägt wurde und betonte immer wieder die Bedeutung der Musik für ein gutes Zusammenleben der Menschen untereinander. Sprachfit natürlich auf holländisch und auf englisch und somit gut verständlich für die Besucher aus Deutschland, England, Belgien, Luxemburg, Dänemark, Österreich..., die in Bussen eigens für das Konzert in Maastricht »eingeflogen« wurden.

Foto oben: Gigantisch in Ausmaß und Farbenpracht: die Bühne beim André Rieu-Konzert auf dem Vrijthof in der Maastrichter City. 

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Bildergalerie

Für die Rieu-Konzerte wird das gesamte Vrijthof-Areal für den öffentlichen Verkehr gesperrt; Zugang bekommen dann nur noch Ticketinhaber, um zu ihrem Platz unter freiem Himmel zu gelangen. Und diejenigen, die dafür zwar keine Eintrittskarte, aber einen der ebenfalls begehrten Plätze in einem der vielen Restaurants am Rande des Vrijthofes gebucht haben. Für knapp 90 Euro gab es diesmal hier ein 3-Gänge-Menü samt Originalsound und Video-Übertragung auf kleine Video-Wände. 

Keine Show ohne Lichteffekte und die Einspielung passender Bilder auf die riesige Bühnen-Video-Wall: Auch André Rieu verzichtete darauf nicht. Und wer sich über einige unförmige Rohre, rund um den Vrijthof platziert, gewunderte hatte, war am späten Abend schlauer. Als nämlich quasi als Schlusspunkt eines Titels goldene Papierschlangen und Konfetti daraus abgefeuert wurde und auf das überraschte Publikum regnete. 

Kurz vor Mitternacht dann noch Feuerwerk passend zur Musik – ein Spektakel, das u.a. mit einem Steptanz auf dem Bühnenflügel und dem legendären »YMCA« seine mitreißende Ergänzung fand. Das alles war so gut, so beeindruckend, dass die Zuschauer immer wieder Zugaben forderten, so lange, bis buchstäblich das Bühnenlicht abgeschaltet wurde und das Publikum nach Hause gehen musste.  

Für die Künstler war der lange Weg von der Bühne zu den Garderoben im Theater am Vrijthof ein triumphaler Abgang. Denn viele Zuschauer bildeten ein Spalier und begleiteten die Musiker mit Dauerapplaus hinaus. Herzlicher und nachdrücklicher kann wohl ein Dankeschön für einen wunderbaren Musikabend kaum sein. 
(Text und alle Fotos: www.hallo-luebbecke.de)

Einen größeren Konzertmitschnitt seht Ihr beim Klick hier