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Natur und Shopping auf Helgoland

Noch nicht im Urlaub gewesen? Oder vielleicht schon wieder zurück - und noch ein paar Tage frei, die sehr gut z.B. für Tagestouren genutzt werden könnten? Dann haben wir ein lohnenswertes Ziel für Sie: Helgoland, Deutschlands einzige Hochseeinsel. Und gerade dann, wenn die mittelfristigen Wetterprognosen passen, bietet sich dieser Inseltrip an.

Schiffe legen an verschiedenen Kais in Nordseestädten ab; für Helgolandfahrer aus OWL lohnt sich wegen der vergleichsweise kurzen Anreise der Kai in Cuxhaven. Dorthin kommt man natürlich mit dem eigenen Auto. Wer allerdings längerfristig plant, kann für diesen Tagesausflug auch Angebote von Busreiseunternehmen nutzen. So bietet der Lübbecker Reisedienst Aschemeyer solche Touren z.B. als Paket an - also Busan- und -abreise sowie Überfahrt nach Helgoland zu einem Komplettpreis.

Wer selbst anreisen will, muss sich zuvor entscheiden, ob er sich mit dem Seebäderschiff "Atlantis" nach Helgoland schippern lassen will oder lieber mit dem Katamaran "Halunder Jet". Es gibt zwei spürbare Unterschiede in der Geschwindigkeit und im Preis. Die "Atlantis" legt noch bis zum 30. September dienstags sowie donnerstags bis sonntags am Fährhafen um 10.30 Uhr ab und ist gegen 12.50 Uhr an der Reede Helgoland. Mit diesem Schiff kostet die Hin- und Rückfahrt für einen Erwachsenen ab 40 Euro, eine Familienkarte kostet ab 95 Euro. Mit dem "Halunder Jet" geht es deutlich schneller: Er legt noch bis zum 2. November bei der Alten Liebe um 11.30 Uhr ab und ist rund 75 Minuten später am Südhafen auf Helgoland. Diese Geschwindigkeit hat ihren Preis: Er beginnt für einen Erwachsenen je nach Reisezeit bei 55 Euro, eine Familienkarte kostet ab 133 Euro.


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Wer sich trotz allem für die gemächliche "Atlantis" entscheidet, erlebt noch eine Besonderheit dieser Tour: das Ausbooten. Denn kräftige Männerarme helfen den "Landratten" vom Schiff in kleine Boote, mit denen sie dann an Land - und später natürlich auch wieder zurück zum Schiff - gebracht werden.

Rund 40 Kilometer vom Festland entfernt kann das Wetter genauso sein, besser oder auch schlechter. Deshalb lohnt sich vor Reisebeginn ein Blick auf eine Internet-Wetterseite, um entsprechend gewappnet zu sein. Wer sich über die wechselvolle Geschichte Helgolands vorab informieren will, findet auf der Wikipediaseite http://de.wikipedia.org/wiki/Helgoland jede Menge Smökerstoff. Und bei dem Rundgang über die Insel, für den der mehrstündige Aufenthalt reicht, wird man an einiges erinnert: vom Piraten Störtebeker bis zu dem noch intakten und zu besichtigenden Zivilschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.

Fotofreunde und Naturliebhaber kommen auf Helgoland ebenfalls auf ihre Kosten, die kleine Investition in die Inselkarte eingeschlossen. Hier findet man das Wichtigste auf einen Blick. Der Rundgang ist wirklich zu empfehlen. Wer die 181 Stufen vom Unter- zum Oberland nicht gehen will oder kann, dem steht ein Lift zur Verfügung. In jedem Fall sollte man den rund 45 Minuten dauernden Rundgang auf dem Klippenrandweg machen: Nahezu von jeder Stelle aus hat man bei gutem Wetter einen fantastischen Blick über die Insel und auf die Nordsee. Und natürlich gibt es Fotomotive en masse. Die schönsten bietet die Natur selbst mit den am Lummenfelsen und weiteren Steilwänden brütenden verschiedenen Möwenarten. Besonders die Lummen, die nur und ausschließlich hier brüten, sind gern und häufig "Model". Und auch die "Lange Anna", ein einzelner, hoch aufragender Felsen an Helgolands Nordwestspitze, dürfte in keinen Foto-Besucheralbum fehlen. Wer Führungen durch das Vogelschutzgebiet miterleben will, muss dienstags oder freitags nach Helgoland kommen.

Überfahrt und Klippenrandgang dazu die ungewohnte Nordseeluft machen hungrig und durstig. Darauf sind die Helgoländer als versierte Tourismusexperten natürlich eingerichtet. Es gibt alles, von Pommes über Fischbrötchen bis Eis. Wer aber etwas besonderes essen will, sollte "Knieper" bestellen. Traditionell in Meerwasser zubereitet, bekommt man ein paar Scheren von Taschenkrebsen serviert - mit einem dicken Holzhammer oder Kartoffelstampfer. Damit werden mit gezielten Schlägen die Scheren aufgebrochen und man hat freien Zugang zu dem überaus leckeren weiß-rosa Scherenfleisch. Dass diese Gaumenfreude natürlich ihren Preis hat, versteht sich von selbst. Aber wer wird an einem solchen Urlaubstag denn schon knausrig sein….

Shoppen lohnt sich auf Helgoland allemal, denn hier kann man zollfrei einkaufen. Weshalb mancher Straßenabschnitt ein bisschen Basarcharakter hat. Genau hinschauen muss man schon, und auch vergleichen. Denn wie überall gibt es auch auf der Insel teurere und günstigere Eckchen. Es lohnt sich also, zu bummeln, genau hinzuschauen und das bunte Treiben zu genießen - und wenn man dann noch mit einem Schnäppchen die Heimreise antreten - umso besser.