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Jon Bon Jovi lässt die Fans in Dublin »nicht im Regen stehen«

Bon Jovi Konzert Dublin
Es gibt Städte, die haben einen Ruf in Sachen Kunst, andere wiederum in Architektur – Dublin hat einen solchen in Sachen Musik. Wer durch die irische Hauptstadt schlendert, trifft im Zentrum auf Straßenmusiker an allen Ecken und Enden, in vielen Pubs sowieso. Und  da, wo die Einkaufsmeile Grafton Street auf den Park von Stevens Green trifft, wechseln sich Solokünstler und Bands quasi im Stundentakt ab. Kein Wunder also, dass Dublin in der Musikwelt eine begehrte Location ist. Wer namhafte Künstler sehen will, kommt hier voll auf seine Kosten. So haben wir einen Familienbesuch mit einem Konzertbesuch verbunden – und uns dafür die Rocklegende Jon Bon Jovi gegönnt.

Aus zunächst einem geplanten Konzert wurden wegen des riesigen Interesses zwei, die die Rock-Icone in der RDS-Arena gab, gelegen inmitten eines Wohngebietes. Wir hatten Glück und ergatterten noch Tickets für das zweite Konzert am Sonntagabend, 16. Juni. Bevor Jon Bon Jovi mit einem Begeisterungssturm fast pünktlich um 20:15 Uhr empfangen wurde, sorgten die walisischen »Manic Street Preachers« für Stimmung – und unterzogen die Boxenanlage dabei einem echten Härtetest. Sie bestand ihn – und Bon Jovi und seine Band ließen es dann etwas weniger laut, dafür aber musikalisch intensiv krachen.

Einen kurzen Konzert-Video-Mitschnitt gibt's beim Klick hier

Um es vorweg zu nehmen: Es war ein großartiges Konzert, das der Rockstar und seine Musiker den zigtausend Fans boten. Sie lieferten, was erwartet wurde: klasse Musik. Auf große Showelemente können Musiker wie Bon Jovi verzichten; was er auch tat: Untermalt wurden seine Songs lediglich mit Videos, die auf die riesigen Bühnenwalls eingespielt wurden. 

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Ein Musiker wie Jovi weiß natürlich, was sein Publikum erwartet. So brandete eine weitere Begeisterungswelle auf, als er einen perfekten Mix aus neueren Songs und schon etwas angejahrten Erfolgstiteln ankündigte. Aber nahezu jedes Stück wurde von den Besuchern auf den Tribünen und dem mit Rasenschutzplatten abgedeckten Stadion-Innenraumes textsicher begleitet: ein beeindruckender vieltausendstimmiger Chor, der dem Rockstar fast ständig ein Lächeln ins Gesicht zauberte. 

Begeisterung und Lächeln konnte auch das Wetter nicht trüben. Aber wer in Dublin – oder Irland überhaupt – für Open-Air-Veranstaltungen auf gutes Wetter hofft, verliert meistens. Und so zogen die, die sie vorsichtshalber mitgebracht hatten, beim ersten heftigen Platzregen die Regencapes über, und die anderen ließen sich ganz einfach nassregnen und machten eben pitschnass Party. Was bei den Songs der Jovi-Tour »This House Is Not for Sale« kein Wunder war. Ob bei dem Titelsong selbst, ob bei »Born to Be My Baby«, »Runaway« oder »Have a Nice Day« - mitsingen ließ sich auch mit Regentropfen in den Augen; zu denen dürften sich bei vielen auch Tränen der Begeisterung gesellt haben, als er die Ballade »Bed of Roses« anstimmte und den Kultsong »It’s My Life« folgen ließ. 

Im Laufe des Konzertabends stürzten immer wieder regelrechte Wassermassen aus einem schwarzdunklen Himmel über Dublin, manchmal allerdings aufgelockert von ein paar hellen Sonnenstrahlen, die sich zur herrlichen Regenbögen über dem Stadion formierten und dem Konzert einen zusätzlichen Kick gaben. Bon Jovi hüpfte und joggte ohne Zögern in den Schauern über die Bühne, sang einfach den Regen weg – und schenkte seinen Fans einen unvergesslichen Abend, wie er so wohl nur in der »Musikmetropole Dublin« möglich ist.