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Erst ins Opernhaus, dann Piranhas angeln

Die größten Wasserfälle der Welt, das legendäre Opernhaus in Manaus und natürlich der Amazonas – um diese Highlights geht es in Teil II des Berichtes über seine Brasilien-Studienreise, die der Lübbecker Peter Witt kürzlich mit seiner Frau Eva unternahm. Seine Eindrücke über den 16-tägigen Aufenthalt in diesem Riesenland schildert er exklusiv auf HALLO LÜBBECKE.

Mit der TAM flogen wir von Rio nach Foz do Iguacu, eine Stadt im Dreiländereck zu Argentinien und Paraguay. Hier befinden sich die berühmten „Cataratas do Iguacu“, diionalen größten Wasserfälle der Welt mit einer Breite von 2700 Metern und einer maximalen Fallhöhe von 72 Metern. Sie liegen im brasilianischen/ argentinischen Nationalpark, der 1986 zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Das abfließende Wasser war über normal und so stürzten riesige Wassermassen in die Tiefe, die die umliegende Landschaft in Dunstschwaden einhüllten und sich schöne Regenbogen bildeten. An zwei Tagen konnten wir erst die brasilianischen und danach die argentinischen Fälle - letztere sind die Eindrucksvollsten! - besichtigen, wobei jetzt reichlich überzählige Fotos gelöscht werden müssen. Das besondere Erlebnis hier war der „Teufelsschlund“ auf argentinischer Seite sowie die Fahrt im schnellen und großen Schlauchboot, bis in die Gischtschwaden der herabstürzenden Wasser. Einmalig!!!

Weiter ging die Reise, zurück nach Sao Paulo und von dort gleich weiter in die Urwaldstadt Manaus am Rio Negro, mit 1,7 Millionen Einwohnern die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas (es gibt 26 Bundesstaaten plus den Bundesdistrikt Brasilia). Die Stadt selbst bietet nichts besonderes, bis auf das Zentrum mit dem weltbekannten Opernhaus, dem „Teatro Amazonas“, das 1896 eröffnet und 1990 letztmalig total renoviert wurde. Die Innenausstattung ist sehr beeindruckend.

Bildergalerie

Vor der Oper liegt ein Platz mit einem Monument, versehen mit vier Schiffen, die die damals bekannten vier Erdteile Afrika, Amerika, Asien und Amerika darstellen und der mit schwarz- weißen Steinen im Wellenmuster, wie z.B. auch in Lissabon, gepflastert ist, der das Zusammentreffen der Flüsse Rio Negro und Rio Solimoes symbolisiert. An dieser Stelle fließen die Wässer beider Flüsse fast 100 Kilometer mit unterschiedlicher Farbe nebeneinander, um sich nur langsam zu vermischen. Ab hier wird der Fluss offiziell „Amazonas“ genannt. Durch dieses optische Schauspiel wurden wir in einem großen Speedboot von Manaus flussabwärts in einen und dann weitere Seitenarme des Amazonas zu unserer Urwaldlodge gefahren und haben dabei auch die rosafarbenen Flussdelphine sehen können.

Untergebracht wurden wir in sehr ordentlichen urwaldtypischen Hütten. Die ganze Anlage hatte keinen elektrischen Strom, nur Batteriestrom gab es. Die Großgeräte wie Kühlschränke im Hauptgebäude sowie die Küchen liefen über Gasbetrieb; es wurde ein hervorragendes Essen zubereitet. Dadurch war ein sehr ruhiges, entspanntes Zusammenleben garantiert. Dieser Zustand war aber schon vorher bekannt, und so hatten alle ausreichend Akkus für die Kameras werden einschließlich Taschenlampe.

In diesen zweieinhalb Tagen im Urwald hatten wir eine Waldführung in kleinen Gruppen, waren mit Booten zum Angeln von Piranhas, die anschließend zubereitet und von uns gegessen wurden, waren baden und am späten Abend zum Alligatorfang. Diese bis zu 80 Zentimeter langen Tiere wurden natürlich wieder ins Wasser zurückgesetzt. An den Abenden spielte an der Bar ein Gitarrist bei Bier, Caipirinha, einheimischem Rumschnaps und wer hatte auch mit Zigarre. Eine Zeit zum Erholen.

So hatten wir eine schöne Zeit im Amazonas-Urwald und verließen mit neuen Zielen unsere Dschungel- Lodge. Wiederum mit dem Boot - diesmal ein größeres - fuhren wir zurück nach Manaus zum internationalen Flughafen und konnten bei dieser Fahrt noch das im Bau befindliche Fußballstadium für die WM 2014 sehen. Der Bau des Stadions in Manaus wird sehr kritisch gesehen wegen der Kosten und den später fehlenden Besuchern. Wir flogen in mehreren Etappen weiter nach Salvador da Bahia im Nordosten des Landes.

Unsere Fotos zeigen Eva und Peter Witt an den größten Wasserfällen der Welt, Manaus mit seinem legendären Opernhaus und Impressionen vom Amazonas.