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Costa Rica III - Land mit vielen Gesichtern

Hallo Deutschland! Strandtage sind in der Regel Tage der Entspannung. Nach der Aufregung der vergangenen Tage konnten wir das gut gebrauchen und haben den Tag im Nationalpark von Manuel Antonio verbracht. Die bergige Anfahrt über eine wirklich gute Straße war schon schön, der Strand ein echtes Erholungseldorado. Aber wie überall auf der Welt hat der Tourimus auch hier ein internationales Gesicht. Viele Bars und Restaurants, Souvenirshops, best prices für Handgemachtes aus Holz und Touren gegen Dollar.

Nach der Aufregung der vergangenen Tage konnten wir das gut gebrauchen und haben den Tag im Nationalpark von Manuel Antonio verbracht.Die Preise sind üppig - egal, ob man sich für ein Segway, Bananenboot, Paraglyding oder eine geführte Tour Tuch den Park entscheidet. Vorab heißt es tief in die Tasche greifen. Hier einige Beispiele: Fahrt durch die Mangroven für eine Stunde 20 Dollar, eine geführteTour durch den Park 25 Dollar, Canopyig 45 Dollar, Tour auf dem Catamaran 65 Dollar, und jeder Parkeintritt liegt zwischen 10 und 15 Dollar pro Person.

Am Strand erlebt man dann schnell die andere Seite dieses im Grunde armen Landes: Verkäufer mit pipa frio (gekühlte Kokosnuss), selbstgemachtes Wassereis, Blumenvasen und Tonflöten, bedruckte Tücher, Ketten und Armbänder machen bei der Hitze ihre Runden und hoffen auf ihr Geschäft. Von der Straße hört man die Salsamusik und das Hupen der Busse, die versuchen, sich an der engen Straße einen Weg zu bahnen. Irgendwie klappt es immer. Pura vida eben.

Überhaupt ist das Reisen hier eine angenehme SacheÜberhaupt ist das Reisen hier eine angenehme Sache, wenn man ein Allradfahrzeug und ein Navi hat. Die großen Straßen sind relativ gut ausgebaut. Die Geschwindigkeit ist auf 80 km/h begrenzt - häufig gibt es Beschränkungen auf 60 oder 40 km/h und an den Schulen sogar auf 25 km/h. Jede scharfe Kurve, jede Brücke, Schule, Nationalpark und Bank kennt unsere Navisusi hier - das ist eine enorme Erleichterung. Auch kennt sie den Unterschied zwischen einer Strasse und einer unbefestigten Straße (wir würden sagen unpassierbar). Aber auch normale Straßen sind nicht immer asphaltiert. 25 km Buckelpiste können sehr, sehr anstrengend sein und eine 50-km-Fahrt ziemlich in die Länge ziehen.

Die Menschen hier vor Ort sind häufig gut motorisiert - ansonsten hätten sie auch keine Chance, ihre abgelegenen Dörfer zu erreichen. Besonders jetzt in der Regenzeit sind die Straßen ziemlich schlammig. Wer kein Auto hat, benutzt ein Motorrad. Damit kann man locker eine Familie, den Wocheneinkauf, Werkzeug und Gartengeräte transportieren. Das geht auch auf dem Fahrrad, dass von vielen benutzt wird - auch über lange Strecken, die Berge hinauf und natürlich bei jedem Wetter. Die Farmer haben noch Pferde, mit denen sie zu den Feldern reiten - oder mal kurz in "die Stadt". Jeder arrangiert sich eben auf seine Weise mit dem harten Leben hier. Und wir - ja wir sind privilegiert. Gute Nacht Deutschland.

HalloHallo Deutschland! Wieder einmal geht ein aufregender Tag zu Ende. Unsere Kajak Lodge an der Pazifikküste habe wir um 9.30 Uhr bei fast 34 Grad verlassen. Ein letztes Mal habe wir von einem Aussichtspunkt auf den tosenden Pazifik geschaut, eine letzte "batido" - einen leckeren Smoothie aus allerlei Früchten - in Jaco getrunken. Unser Tagesziel war der Ort Poasito, von dort aus sind wir zum Zielpunkt La Paz Waterfall Gardens gestartet. Die Temperaturschwankungen waren enorm - wir sind gegen 13 Uhr bei nur noch 18 Grad angekommen.

Der Weg war wieder einmal ein Abenteuer aus Kurven, Steigungen, fantastischen Ausblicken auf Kaffeeplantagen und Erdbeeranpflanungen. Total verrückt, oder? Hier oben in den frischen Regionen, in der Nähe von Kiefernwäldern und Kaffeepflanzen stehen riesige Gewächshäuser. An den Straßen winken uns die Frauen und Kinder heran und bieten leckere süße Früchte an. 1 kg kostet 1000 Colones also 1,20 Euro.

Wir sind letztendlich eine Bergstraße um den Vulkan herumgefahren - da ist mir schon mal das Herz stehengeblieben. Rechts der Abgrund, die Kurven steil und uneinsichtig, die Straße schmal und immer das Risiko, dass einer dieser Riesenlaster entgegenkommt. Zu allem Glück hat es auch noch zu regnen und zu gewittern begonnen - was das Fahren nicht einfacher machte. Schnell verwandelten sich die Seiten in braune Flüsse, und Wasserfälle tauchten an Stellen auf, wo wir sie weder vermuteten noch brauchten. Da heißt es einen kühlen Kopf bewahren und langsam fahren. Das ist Ulis Spezialität. Die grandiose Zeit in dem Park von La Paz hat uns aber für alle Mühe und Sorge entschädigt.

Inmitten vom Regenwald und eingebettet in die steilen Hänge haben die Initiatoren einen tollen Park mit Wildkasten, Reptilien, Orchideen, Schmetterlingen und Tukanen errichtet. Unglaublich, so eine große Voliere habe ich noch nie gesehen. Und noch nie zuvor hatte ich die Gelegenheit, Tukane auf den Arm zu nehmen und zu streicheln. Diese Tiere sind wunderschön und so farbenprächtig - Fynn hat sogar einige gefüttert. Das war wieder einmal ein echtes Highlight.
Aber auch die Wasserfälle, die wir anschließend noch besichtigt haben, waren grandios. Den Abend haben wir hoch oben in den Bergen über den Wolken mit einem fantastischen Blick über San Jose beendet. Es sind noch 12 Grad, und wir gehen jetzt nach oben in das Restaurant an den Kamin und trinken ein bayrisches Bier. Pura vida.

Hallo Deutschland! Strandtage sind in der Regel Tage der Entspannung.Hallo Deutschland! Sensationen finden manchmal im Kleinen statt. So war unsere Poas-Lodge sicherlich nicht die komfortabelste- aber die Aussicht gestern Abend auf die schlafende Hauptstadt bei Nacht und erst das Erwachen bei strahlend blauem Himmel war sensationell. Unsere Unterkunft liegt über den Wolken und bietet einen grandiosen Blick aus das "valle central". Von 5 bis 6.30 Uhr habe ich vom Bett aus das Spektakel zwischen Sonne und Wolken beobachtet - über mir nur blauer Himmel. Auch das Frühstück fand mit dieser Aussicht statt. Denn die Lodge ist in den Berg hinein gebaut und hat nur eine begrenzte Tiefe. Frische, klare Luft erwartete uns heute morgen und Lange-Hosen-Wetter. Denn in dieser Höhe ist es auch bei Sonnenschein relativ frisch.

Unser Ziel heute ist also der VulkanUnser Ziel heute ist also der Vulkan - eine der größten Atraktionen des Landes. Und wirklich - es ist total lohnenswert, sich über die gut ausgebauten Wege und trotz dünner Luft an den Aufstieg zu machen. Aus dem 1300 m breiten Krater dampft Schwefel, und die Spuren der letzten Lavaströme sind deutlich zu sehen. Eine Wanderung durch den Nebelwald führt uns zu der weiter oben gelegenen Lagune, deren Wasser verführerisch aussieht. Die Bäume habe etwas Gespenstisches: dick bewachsen mit Moos und Bromelien. Es ist einfach herrlich und unglaublich ruhig hier oben. Eine willkommene Abwechslung zu den lebhaften Küstenorten. Wir genießen noch eine letzte Tasse Kaffee mit Blick auf San Jose, die Schwarzwaldkulisse mit den Holzhäusern und die Kolibris, die direkt vor unserer Nase Nektar schlürfen. Pura vida, Deutschland. Das Leben kann so herrlich sein.

Obst und Gemüse werden feil gebotenHallo Deutschland! Costa Rica hat viele Gesichter - ein grünes, ein lachendes, ein armes, ein geschäftiges ebenso wie ein geruhsames, ein umweltbewusstes ebenso wie ein schmutziges Gesicht. Als wir gestern die wunderschöne, aber extrem steile und kurvenreiche Straße vom Vulkan abwärts Richtung San Jose gefahren sind, offenbarten sich diese Gesichter rechts und links des Weges. Arme Behausungen, Wellblechhütten, kleine Häuser auf einer Etage, feine Lodges, Condemeniums, Villas - das alles sieht man innerhalb weniger Kilometer. Auf der Straße werden Autos repariert, man sitzt dort zum Reden, Obst und Gemüse werden feil geboten, Zeitungen und Lose verkauft. Die Wäsche trocknet über den Zäunen, die jedes Haus umgeben - oder sie trocknet auf den Büschen oder Dächern, je nach Wohlstandsgrad. Die Frauen fegen die Wege und wischen die Veranda. Autos werden gewaschen, kleine Einkäufe in den spärlich ausgestatteten Kiosken angeboten. Hier sieht man über den Holztresen hinweg das gesamte Sortiment.

Und nur wenige Kilometer weiter, an den breiten und viel befahrenen Straßen der Innenstadt, gibt es den Walmart, der ein scheinbar grenzenloses Angebot hat. Die Zufahrt zum Parkplatz ist gesichert, alles tip top sauber und sehr gepflegt. Wie überhaupt vieles, was wir in den letzten Wochen gesehen haben. Hier muss ich den Ticos noch einmal ein großes Kompliment aussprechen. Egal, wie arm oder reich, ob großes Haus oder Hütte - jeder bemüht sich, alles in Ordnung zu halten. Nicht immer entspricht das unseren europäischen Vorstellungen - aber wir sind ja auch nicht der Maßstab, oder? Gerade heute morgen, als wir Uli mit dem Taxi zum Flughafen gebracht haben und wieder einmal in ein ganz sauberes Taxi einstiegen, ist mir das bewusst geworden. Ja, die Menschen hier haben Stil. Er ist anders nals unserer - aber keineswegs schlechter.

Ciudad Colon ist unser heutiges Ziel. Diesen Wasserfall an der Stadtgrenze kennt Fynn noch aus seiner Schulzeit hier in San Jose. Habt ihr die Bilder noch im Kopf, die ich damals gemacht habe? Heute schaue ich mir den "Tatort" für die spektakulären Sprünge selbst einmal an. Und nein, bei aller Abenteuerlust- ich werde nicht aus 8 Metern Höhe in die Schlucht springen.  

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