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Costa Rica I - Leben wie im botanischen Garten

Seit knapp einem Jahr hält sich der Pr. Oldendorfer Fynn Birkemeyer in Südamerika auf. Dort lebt er in Costa Rica bei einer Gastfamilie und sammelt erste, für das spätere Berufsleben so wichtige Auslandserfahrung. Und lernt ganz nebenbei, in unbekannter Umgebung mit fremden Menschen klar zu kommen. Für die daheim gebliebene Familienmitglieder keine ganz einfache Situation: " Denn Fynn fehlt". In diesen Tagen sind ihm Mutter Silke und Vater Ulrich nachgereist, holen ihn sozusagen ab und erleben dabei natürlich "Costa Rica hautnah". Trotz der teilweise schwierigen technischen Bedingungen übermittelt Silke Birkemeyer ihre Eindrücke und Erfahrungen dieser nicht alltäglichen Reise an HALLO LÜBBECKE. Im ersten Teil ihres Reiseberichtes geht um um die Anreise, das Wiedersehen und einen Familientag am Strand.

"Pura vida" (das pure Leben), so sagt man hier in Costa Rica. Nach einer langen Reise über London und Miami sind wir total erschöpft in San Jose gelandet. Das Wiedersehen mit Fynn war einfach unbeschreiblich - und so ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe. Vom ersten Augenblick war alles wie immer, als wäre er nie weg gewesen. Nur die Umgebung passte nicht. Wie toll, dass wir hier jetzt so einen tollen Reisebegleiter haben. Dieses Land ist so besonders - es wird viel zu entdecken sein. Jetzt sind wir in Puntarenas im Haus der Gasteltern - heute Abend fahren wir an den Strand und feiern Geburtstag. Ich sage euch: Das wird ein riesiges Abenteuer.

Seit knapp einem Jahr hält sich der Pr. Oldendorfer Fynn Birkemeyer in Südamerika auf.Luftfeuchtigkeit ist, wenn man schon im Sitzen schwitzt. Die Gastfamilie ist unglaublich nett. Gestern haben wir zusammen Kaffee getrunken - mit Avocadobroten und anderen exotischen Dingen. Abends gab es ein kleines Fest mit Torte, Tortillas und Gegrilltem. Wir haben sehr viel gelacht und "Fynns Mama und ihr Sohn haben Salza getanzt". Alle sind sehr herzlich. Heute fahren wir mit dem Bus am Pazifik entlang und versuchen, eine Hochseeangeltour zu buchen.
Heute war Familientag am Strand. Also: Meine kleine Familie und hundert andere haben das schöne Wetter genutzt. Wer früh genug war, konnte sogar eine Grillhuette sein eigen nennen. Da wurde alles angeschleppt: Töpfe und Pfannen, Kühltaschen mit Getränken und Fleisch, Obst, Tortillas, Wasserkessel, Planschbecken und Stühle.

Die Ticos scheinen Strandmeister zu sein. Unser Aufzug war dagegen bescheiden - Sonnencreme (Faktor 60), Getränke, Handtuch und Decke. Der schwarze Sandstrand war nicht spektakulär - dafür aber die Umgebung. Riesige Bäume, Felsen, Bucht mit Blick auf den Pazifik und exotische Tiere. Hier gibt es Schmetterlinge, so gross wie kleine Untertassen, Weißschulterkapuzzineräffchen, Fregattvögel und sogar Pelikane.

Uli und Fynn sind um den Felsen herum gelaufen und den Tieren ganz nah gewesen. Selbst beim Frühstück fühlt man sich wie in einem botanischen Garten. Draußen vor dem Fenster (hat keine Scheiben- nur ein Fliegengitter und Draht, um größere Tiere abzuhalten) genießen exotische Vögel die ausgelegten Papayas, wunderschöne Pflanzen und üppige Bäume stehen im Garten, und den Saft zum Frühstück hat Fynn frisch vom Baum zubereitet.

Die ständige Hitze ist aber auch sehr anstrengend, das Zimmer im Obergeschoss wie eine Sauna. Einzig die Regenwolken jetzt am Nachmittag bringen etwas Erleichterung. Jedes Abenteuer hat eben seine zwei Seiten. Heute Abend haben wir die Familie zum Abschied zum Essen eingeladen. Es gibt typische Kost - Fynn hat alles bestellt. Wir lassen uns überraschen. Gute Nacht, Deutschland.