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Schlechter Schlaf ist schlecht

Etwa ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch mit dem Schlafen. Diese Zeit dient der Regeneration und Entspannung unseres Körpers. Es kommt zur Verlangsamung von Atmung und Puls, der Blutdruck sinkt, die Muskulatur erschlafft und in vielen Organen laufen Reparatur- und Aufbauvorgänge ab. Es kommt zu einer Aktivierung von Lern- und Gedächtnisleistungen, beispielsweise speichert unser Gehirn am Tag Gelerntes während der Nacht im Langzeitgedächtnis ab. Die Schlafdauer ist individuell unterschiedlich. "Eines aber gilt immer: Gut schlafen ist wichtig, schlechter Schlaf ist schlecht", betont der Lübbecker Apotheker Volkhard Meyer (Foto).

Etwa ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch mit dem Schlafen. Diese Zeit dient der Regeneration und Entspannung unseres Körpers. Die Schlafdauer nimmt mit zunehmendem Alter ab und liegt bei Erwachsenen im Durchschnitt zwischen fünf und neun Stunden. Unser Schlaf läuft in mehreren Phasen ab, welche sich vier bis fünf Mal pro Nacht wiederholen. In jeder Phase werden unterschiedliche Schlaftiefen und zusätzlich ein Stadium mit schnellen Augenbewegungen, indem wir träumen, erreicht. Ein gestörter Schlaf oder sogar eine Schlaflosigkeit können auf Dauer zu Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Gereiztheit, Angst und Depressionen führen. Die Ursachen für Schlafprobleme sind vielfältig: persönliche Probleme, zu viel Stress, eine ungeeignete Matratze, Lärm oder grelles Licht, ein Wechsel der Zeitzone oder Schichtarbeit. Des weiteren Schilddrüsen- oder Herz- und Kreislauferkrankungen, eine Schlafapnoe oder auch bestimmte psychiatrische Erkrankungen wie Depressionen. Neben Genuss- und Suchtmitteln können auch viele Medikamente als Nebenwirkung eine Schlafstörung bewirken. Ebenso ein Restless-Legs-Syndrom und bestimmte periodische Beinbewegungen. Im Alter verändert sich die Schlafqualität, indem sich der Tiefschlafanteil deutlich verringert und die Leichtschlafstadien zunehmen. Es kommt häufig zu einem verkürzten Nachtschlaf, weil man tagsüber häufig ein Nickerchen macht. In der Nacht oder am frühen Morgen kommt es zu längeren Wachperioden, dass ist jedoch durchaus normal. Bei leichten Schlafstörungen können pflanzliche Arzneimittel oder Tees mit Baldrian, Passionsblume, Hopfen, Melisse oder Lavendel hilfreich sein. Ein Glas warme Milch mit Honig, Wein oder Bier können das Einschlafen fördern, jedoch sollte der Alkoholkonsum keinesfalls täglich erfolgen. Weiterhin können ätherische Öle wie zum Beispiel aus Lavendelblüten oder ein Melissenbad beruhigend wirken.

Medikamente aus dem Bereich der sogenannten H1-Antihistaminika sollten nur kurzfristig bis zu einer Woche eingenommen werden. Die Wirkung tritt erst nach ein bis zwei Stunden ein und kann bis in den nächsten Tag hinein andauern. Aufgrund der vielfältigen Ursachen sollten Schlafstörungen nur kurzfristig mit einem Schlafmittel behandelt werden.

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