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Schlaganfall kennt keine Altersgrenze

Friedrich Galle legt seinen Arm auf den Tisch und lässt sich von der Medizinisch-Technischen Assistentin Ulrike Spieß den Blutdruck messen. Zuvor wurden bei ihm per Ultraschall die Halsgefäße überprüft.

„Mehr als die Hälfte der Besucher wiesen mindestens einen Risikofaktor auf, viele davon mit Bluthochdruck.

Der 74-Jährige Portaner kommt bereits seit zehn Jahren zum Schlaganfallaktionstag, um seine Werte messen zu lassen. Blutzuckertest, Ultraschall der Halsgefäße, Blutdruckmessung, Ermittlung des Bauchumfangs, der Cholesterinwerte und des Body-Mass-Index sind nur einige Messstellen an diesem Tag. Auch das Schlaganfallbüro war vor Ort, um Betroffenen hilfreiche Tipps zu geben. Mehr als 150 Interessierte begaben sich in die Hände von Ärzten, Pflegern, Arzthelferinnen, MTAs und PTAs, um sich untersuchen zu lassen.

Die Diagnosen: Bluthochdruck, Übergewicht, Verengung der Halsschlagader

„Mehr als die Hälfte der Besucher wiesen mindestens einen Risikofaktor auf, viele davon mit Bluthochdruck, der aber zum Teil auch der Stresssituation vor Ort geschuldet war“ erklärt Prof. Dr. Peter Schellinger, Chefarzt der Klinik für Neurologie am Johannes Wesling Klinikum Minden (JWK). Die Diagnosen der Gespräche mit den Interessierten waren Übergewicht, Verengung der Halsschlagadern und ein entgleister Diabetes.

„Bei vier Patienten haben wir Herzrhythmusstörungen mit einem sehr hohen Schlaganfallrisiko festgestellt, eine Person mussten wir sofort mit einer Blutdruckkrise ins Johannes Wesling Klinikum einweisen“ führt Schellinger weiter aus. In Deutschland erleiden etwa 270.000 Menschen pro Jahr einen Schlaganfall. Mehr als 80 Prozent der Betroffenen sind über 60 Jahre alt. Aber auch Jüngere kann es treffen. Laut Schätzungen treten etwa fünf bis zehn Prozent der Schlaganfälle bei unter 50-Jährigen auf.

„Alles im grünen Bereich“ ist der abschließende Satz von Michael Schwarze, Oberarzt der Klinik für Neurologie am JWK für Friedrich Galle. Er verlässt beruhigt das Zelt. „Im nächsten Jahr komme ich wieder, dann sind die Werte hoffentlich noch genauso gut“, so der Portaner. (Text: Ulrike Meyer auf der Heide - Mühlenkreiskliniken AöR)

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