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MKK-Apotheke beliefert alle Mühlenkreiskliniken

Regale mit Medikamenten soweit das Auge reicht. Dazwischen drei Personen und eine Maschine. „Klack, Klack, Klack“, in unregelmäßigen Abständen ist ein seltsames Geräusch zu vernehmen. Ein Kasten aus Kunststoff und Metall saust dazwischen nahezu lautlos auf Schienen hin und her. Es ist der so genannte Kommissionierer. Mit dem leisen „Klack“ lässt die Maschine im Sekundentakt Arzneimittel in grüne Kisten fallen. Egal ob Johannes Wesling Klinikum Minden, Krankenhaus Bad Oeynhausen, Krankenhaus Lübbecke-Rahden, Auguste-Viktoria-Klinik oder die Weserlandklinik Bad Hopfenberg: Sie alle bekommen ihre dringend benötigten Arzneien von hier.

73.000 Arzneimittelpackungen pro Monat

„Pro Monat stellt die Zentralapotheke im Johannes Wesling Klinikum Minden etwa 73.000 Packungen Arzneimittel zusammen und verteilt diese“, erklärt Dr. Wolfgang Schulte-Kellinghaus, stellvertretender Apothekenleiter und Fachapotheker für Klinische Pharmazie. „Das sind circa 2.800 Packungen pro Tag“ erläutert er weiter und geht schnellen Schrittes durch die langen Regalreihen. „Außerdem beraten wir die Mediziner unserer Häuser noch und stellen Injektions- und Infusionslösungen für die Onkologie und die Frühgeborenenstation im Eltern-Kind-Zentrum her.“ Mehr als die Hälfte der Medikamente wird mittels des halbautomatischen Kommissionierers zugeordnet. Dieser hat seinen Namen von dem lateinischen Wort „commissio“, was übersetzt „zusammen versenden“ heißt. Um die Menge an Artikeln wieder aufzufüllen, bekommt die Apotheke jede Woche eine Warenlieferung mit 30 Paletten. Die restlichen Arzneimittel werden manuell gepackt. Stephanie Wiegmann und Doris Bormann, beide Pharmazeutisch-Kaufmännische Angestellte, sorgen mit vier weiteren Kolleginnen und Kollegen für den reibungslosen Ablauf der Medikamentenverteilung und gehen mit sogenannten Handscannern die Regale ab, während die restlichen Mitarbeiter der Apotheke in den Laboratorien mit der Herstellung von Individualrezepturen beschäftigt sind.

„Pro Monat stellt die Zentralapotheke im Johannes Wesling Klinikum Minden etwa 73.000 Packungen Arzneimittel zusammen und verteilt diese

Wie der Scanner aus dem Supermarkt

Das Scannen der Medikamente funktioniert hier so ähnlich wie an der Kasse in einem Supermarkt. Nach dem elektronischen Einlesen legen die Mitarbeiter die Arzneien auf ein Förderband, welches die Artikel zu dem sogenannten „Sorter“ bringt. Dieser verteilt die Medikamente schließlich auf grüne Kisten. Diese Kisten kommen letztendlich auf die einzelnen Stationen und die Medikamente können den Patienten verabreicht werden.

Die Belieferung der Krankenhäuser

„Bestimmte Stationen am Johannes Wesling Klinikum werden täglich mit Medikamenten versorgt, andere an drei Tagen in der Woche, so dass von Montag bis Samstag regelmäßige Belieferungen erfolgen“, teilt Dr. Schulte-Kellinghaus mit. Auch die anderen Krankenhäuser der Mühlenkreiskliniken und die Weserlandklinik Bad Hopfenberg werden an drei Tagen in der Woche beliefert. In Notfällen ist eine Bestellung jederzeit rund um die Uhr möglich.

Für jeden Patienten das richtige Medikament

Die Stationen können alle Medikamente, die in der Arzneimittelliste der MKK stehen, bestellen. Sonderanforderungen über nicht gelistete Arzneimittel sind jedoch möglich. Chef- und Oberärzte stellen solche Rezepte aus. Eine Sonderbestellung ist beispielsweise dann erforderlich, wenn eine Patientin oder ein Patient nur ein bestimmtes Medikament verträgt. So gehen fast 3.000 Packungen mit Pillen, Säften, Ampullen, Salben oder Zäpfchen jeden Tag auf die Reise durch den ganzen Mühlenkreis Minden-Lübbecke. Sie kommen an, zur richtigen Zeit und in der richtigen Dosierung, egal ob der Patient im Johannes Wesling Klinikum Minden, Krankenhaus Bad Oeynhausen, Krankenhaus Lübbecke-Rahden, Auguste-Viktoria-Klinik oder in der Weserlandklinik Bad Hopfenberg behandelt wird. (Text: Steffen Ellerhoff – Mühlenkreiskliniken AöR)

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