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Lachgas erleichtert die natürliche Geburt

Entspannt schlummert der kleine Tom auf dem Arm seiner Mutter Jana Rust. „Auch seine Geburt war recht entspannt, denn ich habe die angebotene Möglichkeit wahrgenommen, Lachgas zu benutzen“, sagt Jana Rust. Im Standort Lübbecke des Krankenhauses Lübbecke-Rahden wird diese Methode seit dem Sommer 2014 erfolgreich angewendet.

Entspannt schlummert der kleine Tom auf dem Arm seiner Mutter Jana Rust.

„Wir möchten den Frauen die Geburt erleichtern“, sagt Chefarzt Dr. Albert Neff von der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. Lachgas lindere den Wehenschmerz und könne von jeder Frau individuell eingesetzt werden. „Zur Erweiterung unseres Spektrums bieten wir seit dem Sommer Frauen an, während der Geburt Lachgas einzuatmen“, berichtet Dr. Neff. Das Mischungsverhältnis aus 50 Prozent Lachgas und 50 Prozent Sauerstoff sei seit Jahrzehnten in der Geburtshilfe bekannt und werde beispielsweise in Großbritannien oder den USA sehr häufig angewendet.

„Rund 40 Frauen haben unser neues Angebot bisher genutzt“, so der Chefarzt. Die Wirkung sei optimal, das Lachgas gut verträglich und auch die Handhabung völlig unproblematisch. „Wenn eine Frau spürt, dass eine Wehe kommt, setzt sie eine Maske auf und atmet fünf- bis sechsmal ein“, erklärt Dr. Neff. „Es wirkt kurzzeitig wie ein kleiner Schwips“, ergänzt er schmunzelnd. Lachgas sei eine gute Alternative zur Periduralanalgesie (PDA).

„Ich habe von meiner Hebamme im Geburtsvorbereitungskurs erfahren, dass das Krankenhaus Lübbecke wieder Lachgas zur Schmerzlinderung auf Wunsch zur Verfügung stellt“, sagt Jana Rust. Allein das Wort Lachgas habe unter den Schwangeren im Kurs für Heiterkeit gesorgt. Im Nachhinein sei sie aber dankbar, dass dieses Mittel angeboten wird. „Auch wenn ich erst ein-, zweimal üben musste, hat es mir sehr geholfen, mit dem Schmerz umzugehen, ich war entspannter, und auch die Schmerzen waren deutlich reduziert“, berichtet Jana Rust von ihren Erfahrungen. Gut fand sie, dass sie die Maske nach eigenem Bedarf nutzen konnte. „Ich habe die Maske selbst gehalten. Und wenn ich das Gefühl hatte, dass es eine starke Wehe wird, sie vor Mund und Nase gesetzt.“

Gut fand sie auch die Bewegungsfreiheit, „ich konnte beispielsweise herumlaufen.“ Für die 35-Jährige sei es „eine ganz einfache Methode“ gewesen, die es ihr im Bedarfsfall ermöglichte, schnell etwas gegen die Schmerzen zu haben. „Es gibt keine Nebenwirkungen, man ist bei vollem Bewusstsein und zudem waren mein Kind und ich nach der Geburt beide fit.“ (Text: Steffen Ellerhoff - Mühlenkreiskliniken AöR)

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