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Experte: Waschen & Abstand besser als Handschuhe & Masken

Dr. Peter Witte
Dr. Peter Witte, Direktor des Instituts für Krankenhaushygiene der Mühlenkreiskliniken, rät dringend davon ab, im Alltag Handschuhe zu tragen. „Handschuhe schützen nicht vor Viren. Stattdessen suggerieren sie eine Scheinsicherheit, die es nicht gibt. Einzig das Händewaschen oder Händedesinfizieren ist ein wirksamer Schutz gegen das Virus“, sagt Dr. Peter Witte, der als Krankenhaushygieniker der Mühlenkreiskliniken im Krankenhaus gegen die Ausbreitung des Corona-Virus‘ kämpft.

Dr. Witte (Foto oben) empfiehlt stattdessen das regelmäßige und gründliche Händewaschen; insbesondere nach jedem Einkaufen oder dem Nutzen von Türgriffen oder Handläufen. „Zehnmal zwei Minuten Händewaschen am Tag sind effektiver als jeder Handschuh. Untersuchungen haben gezeigt, dass die Menschen mit Handschuhen das Händewaschen oder das Desinfizieren eher vergessen, weil sie sich geschützt fühlen. Insofern ist das Tragen von Handschuhen im Alltag sogar gefährlich“, so der Experte. Ein Video auf der Homepage der Mühlenkreiskliniken zeigt, wie man sich professionell die Hände wäscht.

Ähnlich kritisch sieht der Experte das Tragen von Mund- und Nasenschutzmasken in der Öffentlichkeit. „Die einfache Mund- und Nasenschutzmaske schützt nicht vor dem Corona-Virus. Insofern ist das Tragen dieser Maske im Alltag unnötig. Wer jedoch grippale Symptome hat, kann mit einer Mund- und Nasenschutzmaske verhindern, dass die eigenen ausgeatmeten und infektiösen Tröpfchen weiträumig in der Luft verbreitet werden“, erklärt Dr. Witte. Eine effektive Methode gegen eine Infektion sei dagegen der Abstand zu anderen Personen. „Zwei Meter Abstand reichen, um eine Infektion durch andere Personen zu verhindern. Mund- und Nasenschutzmaske sollten den Mitarbeitern in Arztpraxen und Kliniken vorbehalten sein“, sagt Dr. Peter Witte.
(Text und Foto: Mühlenkreiskliniken AöR)

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