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Darmkrebszentrum zertifiziert

Viel Arbeit liegt hinter allen Beteiligten des Darmkrebs- und Pankreaskrebszentrums Minden. Unter der Leitung der beiden Chefärzte am Johannes Wesling Klinikum Minden, Prof. Dr. Berthold Gerdes, Leiter der Klinik für Allgemeinchirurgie, Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie und Prof. Dr. Carsten Gartung, Leiter der Klinik für Gastroenterologie, Hepatologie und Infektionskrankheiten sowie Dr. Bernd Bokemeyer aus der Gastroenterologischen Gemeinschaftpraxis Minden, stellten sich die Mediziner mit ihren Praxen, Abteilungen und Partnern anderer Kliniken und Einrichtungen erfolgreich der umfangreichen Überprüfung der Deutschen Krebsgesellschaft.

Niedrige Komplikationsrate

Um ein Zentrum für die Behandlung von Darmkrebserkrankungen und Pankreaserkrankungen zu werden und zu bleiben, müssen viele Voraussetzungen erfüllt sein. „Die Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft sind streng“, erläutert Prof. Gerdes. „So ein Zertifizierungsprozess stellt hohe Anforderungen an alle Beteiligten. Er hilft aber zu überprüfen, ob man auf dem richtigen Weg in der Patientenbehandlung ist.“ Die Deutsche Krebsgesellschaft schreibt für diese zertifizierten Zentren eine Mindestanzahl von Darmkrebs- und Pankreaskrebspatienten vor. Denn nur durch eine große Erfahrung im Umgang mit bestimmten Erkrankungen kann auch eine gleichbleibend hohe Qualität erreicht werden. Eine der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zertifizierung ist beispielsweise eine niedrige Komplikationsrate, die den Mindenern von der Deutschen Krebsgesellschaft bestätigt wurde.

Das Mindener Zentrum gehört deutschlandweit zu den nur 40 zertifizierten Pankreaskrebszentren

Vernetzte Behandlung

Dreh- und Angelpunkt bei der Behandlung von Darmkrebs- und Pankreaskrebspatienten ist die so genannte Tumorkonferenz. „Hier treffen sich alle Spezialisten, disziplin- und sektorenübergreifend, um gemeinsam Strategien zu entwickeln, wie in jedem Einzelfall eine möglichst optimale Therapie aussehen kann“, erläutert Bernd Bokemeyer, niedergelassener Gastroenterologe in Minden. Gemeinsam diskutieren die Experten dann, ob, und in welchem Maß beispielsweise eine Chemotherapie, eine Operation oder eine Strahlentherapie die richtigen Ansätze sind, um ein bestmögliches Ergebnis für den Patienten zu erzielen. “In den Tumorkonferenzen sind Gastroenterologen, Chirurgen, Pathologen, Onkologen, Strahlentherapeuten und Radiologen vertreten. Um die Zertifizierung als Darmkrebs- und Pankreaskrebszentrum zu erreichen, waren und sind darüber hinaus auch Kontakte zu örtlichen Selbsthilfegruppen und Seelsorgern an der Klinik sicherzustellen.

Sich der Überprüfung stellen

Besonders stolz ist Prof. Dr. Carsten Gartung, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie am Mindener JWK darauf, dass es jetzt gelungen ist auch das Pankreaszentrum für die Behandlung von Bauchspeicheldrüsenkrebs zertifizieren zu können. „Das Mindener Zentrum gehört deutschlandweit zu den nur 40 zertifizierten Pankreaskrebszentren und arbeitet dabei mit den Internistischen Abteilungen in den MKK-Krankenhäusern in Bad Oeynhausen und Lübbecke-Rahden eng zusammen. Dies zeigt, welch hohe Qualität der Behandlung, dieser sehr heimtückischen Krankheit, wir hier bei den Mühlenkreiskliniken mit allen Partnern erreicht haben.“ Für Robert Möller, den neuen Geschäftsführer des Johannes Wesling Klinikums Minden, ist die externe Überprüfung und die Zusammenarbeit mit externen Partnern wichtig, um die hohe Versorgungsqualität am Mühlenkreiskliniken-Standort Minden weiter zu steigern: „Ich bin begeistert davon, wie offensiv hier am JWK mit diesem Thema der Zusammenarbeit umgegangen wird. Unser jüngst zertifiziertes Hautkrebszentrum, unser Brustzentrum oder auch unsere Chest-Pain-Unit für Herzinfarktpatienten belegen das hohe Maß an Transparenz und Offenheit, das wir hier in Minden gemeinsam anstreben.“

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat das Ziel, dass möglichst viele der Patienten mit Krebserkrankungen in qualitätsgeprüften zertifizierten Zentren behandelt werden.

Unser Foto zeigt die Kooperationspartner des Darmkrebszentrums Minden, die sich nun auch die erfolgreiche Zertifizierung als Pankreaskarzinomzentrum durch die Deutsche Krebsgesellschaft freuen. (Text: Steffen Ellerhoff – Mühlenkreiskliniken AöR / Foto: MKK)

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