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Zigarren- und Whiskytasting ist eine Herausforderung

Für Genießer gehören sie ganz sicher zusammen – die Zigarre und der Whisky. Doch passt da jede Rauchware mit jedem hochprozentigen Tropfen zusammen? Weniger erfahrenen Zeitgenossen – und insbesondere der interessierte Nichtraucher und unwissende Whisky-Tester - werden vermutlich fragend mit der Schulter zucken. Nicht aber die Experten auf beiden Gebieten. Sie wie auch einige Neulinge waren also gespannt auf die Kostproben, die Angelo Krichel, Inhaber des des Fachgeschäftes „Krichels Genuss-Company“ in Lübbecke, jetzt während eines weiteren Whisky- und Zigarrentastings im Hotel-Restaurant Borchard präsentierte. 

Gut, dass mit Hatto Spehr, dem Leiter Marketing/Vertrieb der Bentley Tobacco GmbH Bünde ein Experte in Sachen Rauchwaren dabei ist. Er erklärt etwas zu Geschichte und Herkunft der drei Zigarren, die an diesem Abend zur Verfügung stehen. Und so erfährt man, dass die erste Zigarre diesmal leichteste aus der 6-er Serie der CLE Connecticut Corona in Deutschland ist – und einen sehr angenehmen Kaltgeruch nach Milchschokolade und Wiesenheu verströmt, und mit einer fruchtig-cremigen Note den Testabend eröffnet. 

Die einen nicken, die anderen nicht, die dritten paffen so dahin - und warten auf den ersten Whisky. Es ist ein Ardberg Corryvreckan. Torfig, erdig, rauchig hat Angelo Krichel in charakterisiert – und ungezähmt, was insbesondere auf die 57,1 Prozent Alkohol zutrifft. „Verdammt viel“ für einen Whisky ist zu hören. Aber Angelo Krichel hat ein „Gegenmittel“: einen Tropfen Mineralwasser. Und der zähmt den „Wildling“ gewaltig, ohne ihm Geschmack zu rauben. 

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Nach einer leckeren Suppe und einem Schoko-Intermezzo mit läppischen 71 Prozent Kakaogehalt zum Neutralisieren gibt’s mit der „Patoro Serie P Jeroboam“ eine sehr exklusive Zigarrenprobe aus der Schweiz. Komplex und vollmundig, mit leichten „Honig- und Erdakzenten“ ist diese Zigarre dem „Tullibardine Sauternes Finish“ mit diesmal nur 46 Prozent ein guter Partner. Und macht Hunger auf das Steak, das dann aus der Borchard-Küche serviert wird. 

Nach einem weiteren Schoko-Intermezzo wartet zu später Stunde eine Eiroa Robusta Classic mit einer Geschmackskomposition aus Kakao, Leder, Zedernholz, Pfeffer und Frucht. Na ja, längst nicht alle spüren dies mit ihren Geschmacksnerven nach. Aber die sind mittlerweile auch schon arg strapaziert. So dass die Entscheidung für einen B 13 Rum oder einen „Dalwhinnie Winter’s Gold“ Whisky echt nicht leicht fällt. Einfacher ist es mit dem Eis und heißen Kirschen, die Zunge und Gaumen entlasten bzw. kühlen.  

Ob man nun Kenner ist oder Neuling, ob man die Zigarren-Whisky-Zusammenstellung als perfekt beurteilt oder dies ganz einfach nicht kann: Der von Angelo Krichel wieder hervorragend organisierte Testabend bot viel Gelegenheit zur Plaudern über Zigarren und Whisky, aber auch über viele andere Themen. Und genau das ist ja das Ziel beim Genuss von Zigarre und Whisky im eigenen Heim oder Club. Wobei dies sowohl für die Herren- wie auch für Damenwelt gilt, die bei diesem Tasting leider bzw. wenigstens mit einer „Smokerin“ vertreten war.

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