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"Zuflucht DDR - Spione und andere Übersiedler"

Bisher war kaum etwas bekannt von der Migration nach Ostdeutschland - mehr als eine halbe Million sollen es gewesen sein!
Verschiedenste Motive für eine Übersiedlung vom Westen in die DDR gab es in der Zeit zwischen 1949 und dem Mauerbau 1961. Sie reichten von Kriminellen, die sich durch Flucht der Strafverfolgung entziehen wollten, ungenügende wirtschaftliche Möglichkeiten und keine entsprechende Arbeitsmöglichkeiten im Westen, einfach einen Schuldenberg hinter sich zu lassen und auch eine versprochene und beworbene soziale Sicherheit in der DDR. Es sind bekannte, wie auch unbekannte Menschen und Persönlichkeiten, deren Wege in die DDR Bernd Stöver beschreibt.

Bisher war kaum etwas bekannt von der Migration nach Ostdeutschland - mehr als eine halbe Million sollen es gewesen seinMan liest unter anderem Namen wie Adam von Gliga (Offizier der Bundeswehr), Arnold Schölzel, Otto John (Chef des Bundesverfassungsschutzes), Günter Guillaume (der Spion in der BRD unter der Brand-Regierung), so auch die RAF-Terroristen, vor allem Inge Viett und Susanne Albrecht, die sich durch die Aufnahme in der DDR einen sicheren Zufluchts- und Rückzugsort schaffen konnten, der allerdings mit dem Mauerfall in sich zusammenfiel. Stöver, Professor für Neuere Geschichte an der Universität Potsdam, hat mit diesem Buch eine solide Recherche von zum Teil neu aufzuarbeitendem Archiv- und Behördenmaterial vorgelegt, die durch Akteneinsichtnahme detaillierte Motive und vielseitige Gründe der Übersiedler darlegen, die bisher so nicht beleuchtet worden waren.

"Zuflucht DDR - Spione und andere Übersiedler" von Bernd Stöver, ISBN 978-3-406-59100-6, Verlag C. H. Beck, 24,90 Euro. (dbk)