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Heribert Schwan: Die Frau an seiner Seite

Viel wurde über Hannelore Kohl spekuliert. Von Betonfrisur wurde gespottet, von Steifigkeit und Unnahbarkeit. Jedoch war Hannelore Kohl ein ganz normale Frau - Mutter und Ehefrau - aus diesen Jahrgängen und natürlich die Kanzlergattin, die durch den Beruf ihres Mannes natürlich im öffentlichen Fokus stand.

Aber sie war ebenso eine engagierte Frau, die Ihre Stellung für Wohltätigkeit und ihre Stiftung nutzte. Selbstverständlich war sie vor allem Mutter, die die Erziehung und Betreuung ihrer Kinder alleine zu bewältigen hatte. Und da waren noch ihre eigene Mutter, die mit im Hause lebte, die Schwiegereltern, vor allem die distanzierte und dominante Schwiegermutter, in unmittelbarer Nähe.

Viel wurde über Hannelore Kohl spekuliert. Von Betonfrisur wurde gespottet, von Steifigkeit und Unnahbarkeit.Hannelore Kohl hatte mit Sicherheit kein einfaches Leben, wie dem Buch von Heribert Schwan zu entnehmen ist. Flucht, Neuanfang nach persönlichen schwerwiegenden Schicksalsschlägen, Schutz der Familie in den gefährlichen Zeiten der Bundesrepublik durch Entführungsbedrohung für die gesamte Familie und natürlich Krankheit.
Heribert Schwan hat in seinem Buch flüssig das Leben der Kanzlergattin dargestellt, jedoch sind einige Ausführungen nicht so ganz nachzuvollziehen, da sie zu vage sind. Das betrifft besonders die Lichtallergiererkrankung und deren Folgen mit seinen Erklärungen hierzu. Mutmaßungen, die trotz einiger Erklärungen von Fachleuten hier nichts zu suchen haben. Auch die Spekulationen über einen früheren Suizidversuch erscheinen unangebracht.
Schwan hat in der Entourage von Kanzler Kohl sicherlich einigen Einblick gewinnen können, allerdings hat er dieses natürlich vorhandene Insiderwissen fast boulevardmäßig ausgeschlachtet.

"Die Frau an seiner Seite" von Heribert Schwan ist erschienen im Heyne-Verlag, ISBN/EAN 9783453181755, 19,99 Euro. (dbk)

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