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»Die Erbschaft« hat eine Geschichte

Der Protagonist, Andy Larkham, ein junger Lektor eines kleinen Ratgeber-Verlages, ist bislang nicht mit viel Glück und Zukunftsaussichten beschieden worden. Keine Gehaltserhöhung in Sicht, seine Freundin verliert er gerade an einen Banker, Mieten und andere Zahlungsrückstände drücken ihn, als auch noch die Todesnachricht seines alten, von ihm verehrten, Lehrers erreicht.

Als er zu der Trauerfeier zu spät erscheint, um dann zu bemerken, dass er sich auch noch in der falschen Trauerhalle befindet, entschließt er sich aus Pietätsgründen, und da sich lediglich zwei Trauergäste dort befinden, doch dieser bis zum Schluss beizuwohnen.

Dieses erweist sich als großes Glück für ihn, da der Verstorbene nicht nur sehr einsam (aber reich) war, sondern auch in seinem Testament verfügt hat, dass sein Vermögen unter den Anwesenden, die der Trauerfeier bis zum Schluss beiwohnen, aufgeteilt werden soll. Wie sich herausstellt, sind es für Andy 17 Millionen Pfund!

Nachdem der junge Miterbe erst einmal seine neue Situatuion genießt, stellen sich nach einer gewissen Zeit Fragezeichen ein. Was ist mit seiner Miterbin, der Haushälterin Maral Bernard, es gibt auch noch die Tochter Jeanine, die ihren Vater abgrundtief hasst und keinen Erbanspruch hat, da sie erst kurz nach Beendigung der Trauerfeier erscheint.

Andy kommt durch seinen Lehrer, der ihn ein Buchmanuskript hinterlässt, zu seiner entscheidenden Frage: Wie wird man zu dem, der man ist? Und begibt sich auf die Recherche zum Leben seines Erblassers, dem er den Segen zu verdanken hat. Denn sein Freund David sagt ihm, dass er nicht nur das Geld geerbt hat, sondern auch eine Geschichte dazu… (DBK)
»Die Erbschaft«, Nicholas Shakespeare, ISBN 978-3-498-06413-6, Rowohlt Verlag 19,95 Euro. (Cover: Rowohlt Verlag)