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Der Tango im Club der Traumtänzer

Um die Werte, die im Leben tatsächlich zählen, soll es in dieser Geschichte gehen, die Andreas Izquierdo auf 445 Seiten seines Romans  "Der Club der Traumtänzer" entwickelt. Und auf der letzten hat man - neben den Romanhelden - selbst das Gefühl, dies wirklich zu wissen; der eine oder andere vielleicht mit dem Zusatz "wieder".

Um die Werte, die im Leben tatsächlich zählen, soll es in dieser Geschichte gehen, die Andreas Izquierdo auf 445 Seiten seines Romans "Der Club der Traumtänzer" entwickelt.

Dabei eignet sich die Überschrift auf der rückwärtigen Umschlagseite "Ein Mistkerl entdeckt sein Herz" ebenso als Buchtitel wie der auf der Frontseite. Seinem "Hauptdarsteller" hat der Autor mit einem Ruf als Schriftsteller und Drehbuchschreiber den Vornamen Gabor gegeben. Hmm, denkt man, wahrlich ungewöhnlich. Was auf sein Leben aber nur perspektivisch zutrifft. Erfolgreicher Unternehmensberater, begnadeter Tango-Tänzer, Frauenheld natürlich, beste Aussichten auf Teilhaberschaft im Unternehmen: Gabor ist eben ein echter Erfolgstyp.

Bis er eine Radfahrerin über den Haufen fährt. Das Malheur geht eher gut aus. Aber: Das Opfer, das sich als überaus durchsetzungsfähige Leiterin einer Brennpunktschule entpuppt, ist zwar nicht nachtragend, fordert jedoch als Wiedergutmachung, dass der Tänzer Gabor einer vierköpfigen Rabaukentruppe Tango-Unterricht gibt - und zwar auftrittsreif.

Andreas Izquierdo nimmt den Leser an die Hand und konfrontiert ihn mit überraschenden Schicksalen, Gabor eingeschlossen. Er lässt teilhaben an den Intrigen, mit denen um Macht und Geld in den Chefetagen gekämpft wird. Man freut sich über die manchmal minimalistischen Erfolge in diesem kuriosen Tanzunterricht und erlebt mit Gabor, dass mit Geld - auch mit viel Geld - eben doch nicht alles zu haben ist. Und dass es neben dem "schnöden Mammon" tatsächlich auch noch andere wichtige Werte gibt. Aber das wussten die Leser dieser schönen Geschichte - man könnte sich auch als modernes Märchen bezeichnen - vermutlich ja schon von der ersten Seite an. Was die Lektüre aber nicht weniger spannend und das Buch nicht weniger lesenswert macht.

"Der Club der Taumtänzer", Andreas Izquierdo", DuMont Buchverlag Köln, 2014, ISBN 978-3-8321-6263-4, Taschenbuchausgabe 9,99 Euro, als e-book-Ausgabe 8,99 Euro. (Coverfoto: DuMont Buchverlag)

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