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Das unheimliche Imperium

»Gazprom – das unheimliche Imperium, von Jürgen Roth«:Wenn man die Medienberichte über das Unternehmen Gaz-prom verfolgt, hat man den Eindruck eines ganz normalen, globalisierten Weltkonzerns.

Doch erste Zweifel kamen auf, als bekannt wurde, dass Altkanzler Gerhard Schröder in den Aufsichtsrat von Gaz-prom berufen wurde - ganz kurz nach seiner Abwahl  – kam das zufällig? Kam das ganz beiläufig?

Gazprom war 1989 ein Staatskonzern und wurde 1992 zur Aktiengesellschaft, an der der Staat nunmehr mit nur noch 41 Prozent beteiligt war. Mit Putins erster Wahl zum Staatspräsidenten im Jahre 2000 bekam der Staat die Mehrheit an Gazprom zurück.

Ungewöhnlich für einen Staatskonzern ist die Vielfalt des Unternehmens: Gas, Öl, Pipelines sind die bekannten Sparten, aber es gehören auch Versicherungen und  Banken, Bau- und Immobilienfirmen dazu, Medien werden kontrolliert und alles ist sehr sehr weit verstreut, vernetzt und kontrolliert durch Strohfirmen und Holdings in diversen Steueroasen. Immer zum Vorteil des Unternehmens und seiner Schergen.

Doch erste Zweifel kamen auf, als bekannt wurde, dass Altkanzler Gerhard Schröder in den Aufsichtsrat von Gaz-prom berufen wurde - ganz kurz nach seiner Abwahl  – kam das zufällig? Kam das ganz beiläufig?Laut Autor Roth soll selbst eine Firmenarmee von ca. 100.000 Personen existieren. Problematisch ist diese Kostellation allerdings für ganz Europa und somit auch für uns Deutsche, denn wir sind in erheblichem Maße von diesen Gaslieferungen abhängig und damit erpressbar. Die kriminellen Vorgehensweisen beschreibt der Verfasser des Buches so intensiv und ausführlich, dass man an jeglichen Zufällen, geschäftlicher Aufrichtigkeit, Moral  und an der gesamten Globalisierung zweifeln muß.

Wer etwas von russischen Machtstrukturen und -eliten, von deren Preisdiktaten oder ihrer Macht über europäische Firmen, Banken und Länder und  von Gerhard Schröders Rolle bei Gazprom erfahren möchte, sollte unbedingt diese guten Recherchen und Informationen über das Unternehmen und vor allen Dingen über den ehemaligen KGB-Mann Putin und seinen Einflußnahmen lesen – denn dieser kann sich nur weiterhin so gerieren, wenn weiter seine »Partner«, die auch bei uns zu finden sind, mitmischen! (dbk)

»Gazprom – das unheimliche Imperium«, Jürgen Roth, ISBN 978-3-86489-000-0, Westend Verlag, 19,99 Euro.

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