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Pergamon-Museum und Filmstadt Babelsberg: Ein Tag mit perfekter Illusion

Ob Ferien oder Wochenende: Warum sich nicht schnell entschlossen ins Auto oder in die Bahn schwingen und zu einem Kurzbesuch nach Berlin düsen. Die Hauptstadt hat an jedem Tag eine Menge zu bieten, nicht nur das bekannte Chaos auf den Straßen oder mit der S-Bahn. Wer gut zu Fuß ist, erlebt innerhalb eines Tages eine richtige Zeitreise. Beispiel gefällig? Dann auf zum Pergamon-Museum und in die Filmstadt Babelsberg.
Wer den weltweit bekannten Monumentalbau, gelegen auf der Museumsinsel, besuchen will, braucht zweierlei: Zeit und Ausdauer. Zeit deshalb, weil man häufig für die Eintrittskarte lange anstehen muss, Zeit und Ausdauer deshalb, weil das Museum mit seinen verschiedenen Abteilungen sehr weitläufig ist. Da ist man schon mal Stunden unterwegs und muss dafür auch gut zu Fuß sein. Das Pergamonmuseum wurde nach den Entwürfen von Alfred Messel durch Ludwig Hoffmann zwischen 1910 und 1930 als letzter der fünf Museumsbauten errichtet. Als Dreiflügelanlage konzipiert beherbergt das Pergamonmuseum heute drei Museen: die Antikensammlung mit den Architektursälen und dem Skulpturentrakt, das Vorderasiatische Museum und das Museum für Islamische Kunst.

Durch die imposanten Rekonstruktionen archäologischer Bauensembles - Pergamonaltar, Markttor von Milet und Ischtar-Tor mit Prozessionsstraße von Babylon und Mschatta-Fassade - ist das Museum weltweit bekannt geworden. Seit wenigen Tagen - aber noch bis zum 30. September 2012 - versperrt ein eher abweisend wirkender Koloss den Blick auf den Museumseingang. Vom Frühjahr 2011 bis Ende September ist aus viel Stahl eine Hülle entstanden, in deren Innern ein monumentales 360-Grad-Pergamon-Panorama entstanden ist. Mit viel Licht, lebensechten Geräuschen und der passenden Musik vermittelt Yadegar Asisi den Eindruck, als würden die dargestellten Menschen und Tiere gleich zum Leben erwachen. Das sollte man sich keinesfalls entgehen lassen, auch bei einem Preis von 13 Euro für das Erwachsenen-Ticket. Nicht zu vergessen: Wer nicht so gut zu Fuß ist, stößt an die Treppe, die in öden Stahlcontainern zur Aussichtsplattform führt, an seine Grenzen.

Dann auf zum Pergamon-Museum und in die Filmstadt Babelsberg.

Die werden auch erreicht, wer nach der 360-Grad-Pergamon-Illusion von Berlin-Mitte rausfährt Richtung Potsdam zu den Filmstudios Babelsberg. Wer hier sehen und staunen will, braucht erstmal ein gut gefülltes Portemonnaie. 21 Euro für eine Erwachsenen-Karte oder 60 Euro für eine Familienkarte sind nun mal kein Pappenstiel. Wer sich dann mit Speis und Trank zurückhält, hat die größte Ausgabe aber auch schon hinter sich. Denn fast alle Attraktionen kann man kostenfrei besuchen. Je nach Wetter- und Produktionsbedingungen gehören dazu eine fantastische Stuntshow in einem Vulkan oder einem echten Fernsehstudio - da wird man als Besucher vielleicht unverhofft zu einem Darsteller -, ein Tierquiz oder das Filmtiertraining.

Nicht entgehen lassen sollte man sich den erst 2011 eingeweihten "Dome of Babelsberg". In diesem interaktiven XD-Erlebniskino kann man sogar selbst auf Monsterjagd gehen. Auf dem Weg zum oder vom Vulkan kann man im 4D-Aktionkino Station machen und bebrillt eine unglaubliche Verfolgungsjagd mitmachen.

Das alles wird aber überboten von echter Aktion, die die Stunt-Crew im Vulkan abliefert. Verfolgungsjagden, freier Fall aus bis zu 26 Metern Höhe, Explosionen, Feuerbälle, Als-Ob-Schlägereien - bis zu 2.500 Zuschauer erleben hier, wie Aktion-Szenen für Filme entstehen. Und wenn die Warteschlangen nicht so lang sind, kann man den U-Boot-Set besuchen oder sich durch die Filmstadt fahren lassen mit Abstecher zum Original-GZSZ-Außenset. Viel Spaß bei einem ebenso interessanten wie anstrengenden Trip in der Hauptstadt.

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