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Espresso, Latte & Co. im Blumencafe

Die Wiener Kaffeehaus-Kultur ist legendär: Da stürzt(e) man nicht einfach achtlos seinen Espresso hinunter - und weg -, da sitzt (saß) man gern mal Stunde um Stunde, vertieft in Zeitung oder Gespräche.

Davon sind wir in Deutschland zwar noch ein Stück entfernt, aber: Wir arbeiten dran. Gerade auch in Großstädten und Metropolen, wie Berlin zweifelsfrei eine ist. Immer häufiger stellt man fest, dass der Kaffee nicht einfach aus dem Automaten in die Tasse tropft - nein, oft wird er liebevoll aufgegossen als Filterkaffee, so wie viele ihn noch kennen und lieben. Und dann natürlich das Ambiente. "Shabby-Schick" ist in Deutschlands Hauptstadt absolut in. Und beim Design lassen sich die Gastronomen so richtig was einfallen, denn - ja - die Konkurrenz ist groß.

Beispiel dafür ist das Blumencafé an der Schönhauser Allee 127a. Das ist nicht gerade Potsdamer Platz oder Unter den Linden, aber mit der Lage im Prenzlauer Berg hat es einen durchaus prominenten Standort. Besser also, wenn man dort reserviert, denn nicht immer gibt es genug Platz für größere Gruppen.

Auf den ersten Blick ist das Blumencafé als Café nicht unbedingt zu erkennen: Die blumige Gestaltung beeinträchtigt den Blick ins Innere, zieht ihn aber durch die draußen präsentierte voluminöse Pflanzenwelt auch magisch an. Drinnen gibt es - wie erwartet - das Blumengeschäft, aber im Café ist man nur ein paar Schritte weiter. Wenn man Glück hat, wird man auch noch vom lauten Gezeter zweier manchmal frei fliegender wunderschöner Papageien begrüßt - aber die kann man auch während des Aufenthaltes im Blumencafé noch ausführlich betrachten, insbesondere für Kinder eine Attraktion. Die Möblierung ist "kunterbunt". Da kann man an Resopaltischen ebenso frühstücken wie an Tischen mit feinem weißen Leinen oder eben ganz rustikal auf blankem Holz. Das gilt auch für die Stühle: Manche haben Polsterung, manche nicht, aber alle scheinen dem zweiten Drittel des vergangenen Jahrhunderts zu entstammen. Dazu natürlich massenhaft Blumen und antiquarische Deko, die dem Blumencafé unverwechselbaren Charme gibt.

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Was aber gibt's auf die Gabel? Wer genug hat von den Einheits-Frühstücksbuffets in Hotels und Restaurants kommt hier auf seine Kosten, die zwischen 8 und 20 Euro liegen. Dafür bekommt man das kleine Frühstück ebenso freundlich an den Tisch gebracht wie umfangreichere Angebote. Alles wird frisch zubereitet, mit Bio sowieso, und dass man Café, Cappuccino und Co. mit Laktose freier Milch bzw. Sojamilch bekommt, was noch längst nicht Standard ist in bundesdeutschen Cafés, versteht sich hier natürlich von selbst. Saft wird frisch gepresst, und wer auf Kuchen steht, wird die leckeren hausgemachten Produkte sicher sehr genießen. Und zu jeder Jahreszeit schmeckt sicherlich ein Bio-Eis.

Fazit: Im Blumencafé findet man Ruhe, gute Speisenqualität und freundliche Bedienung. Das Preis-Leistungsverhältnis passt, rangiert aber für Berliner Verhältnisse und auch mit Blick auf das Angebot am oberen Rand. Dennoch lohnt sich ein Besuch allein wegen des speziellen Ambiente. Geöffnet ist es Montag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, Telefon 030-44734226.