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Der Burger - Teil IV: White Trash vs. Burgermeister

Einen guten Burger zu finden ist, historisch belegt, meine ganz persönliche Suche nach dem heiligen Gral. Die Suche führte mich nun vor kurzer Zeit zum White Trash, dem vielleicht bekanntesten Burger-Laden in Berlin. Gelegen zwischen dem hippen Mitte und dem noch hipperen Prenzlauer Berg überzeugt der Laden durch ein Interieur, das jedem Innenarchitekten den Angstschweiss auf die Stirn zaubert. Die Inneneinrichtung des Vormieters (ein chinesisches Restaurant) wurde durch einen weiteren Mix aus Italo-Barock-Rock Elementen ergänzt und gibt dem White Trash eine ganz besondere Note.

Das Essen, insbesondere der Burger, gilt als einer der besten Berlins. Dieser Eindruck konnte teilweise bestätigt werden. Handelt es sich beim Burger des „Bird“ eher um viel Fleisch, umgeben von Mini-Brotscheiben, ist der Burger vom White Trash auch als solcher zu erkennen und zu verzehren: Man kann also Messer und Gabel zur Seite legen und per Hand essen.

Der Geschmack ist gut, das Fleisch frisch und die weiteren Zutaten ebenfalls schmackhaft. Unbedingt die selbstgemachte Limonade probieren, eine leckere Alternative zu weiteren Softdrinks, die normalerweise zum Burger gereicht werden. Der Laden hat sich mittlerweile einen Ruf erarbeitet, der es ihm ermöglicht, mit guten, aber keineswegs außergewöhnlichen Burgern immer sehr gut besucht zu sein, Reservierungen sind unbedingt zu empfehlen. Sofern Sie in der Nähe sind und auf rockige Musik (regelmäßige Live-Bands im Restaurant) und das etwas „andere“ Konzept des Essens stehen (Tattoo-Studio und Discoraum im Untergeschoss des Restaurants), ist das White Trash eine Wahl, die man nicht bereut.

Eine komplett andere (Burger-)Welt bietet ein kleiner, aber feiner Laden namens Burgermeister im nicht weniger hippen Kreuzberg. Unweit der Warschauer Straße, unter einer U-Bahn Brücke gelegen, bereitet der Burgermeister seine Gerichte mit großem Talent und Stil vor. Man darf sich nicht von der Behausung, einer ehemaligen öffentlichen Toilette, abschrecken lassen, sondern sollte sich unbedingt in der Schlange einreihen.

Wie des Öfteren von mir beschrieben, ist ein Burger eine einfache Sache, die man nicht unnötig erschweren muss: frische, gute Zutaten und vor allem keine großen Experimente beim Belag. Dies schafft der Burgermeister in sehr guter Manier. Die Burger werden frisch zubereitet und waren die günstigsten in den von uns getesteten Restaurants (ab ca. 3 Euro aufwärts), sind geschmacklich aber ganz weit oben anzusiedeln.

Im Sommer ein Erlebnis, da die Lage (mitten auf der Kreuzung, unter der Brücke, am Ex-Klo, im Herzen Kreuzbergs) einzigartig ist, kann der Verzehr im Winter doch größere Probleme bereiten. Sofern Sie keinen Wert auf große Dekorationen in einem Restaurant legen und einfach nur einen echt guten, relativ günstigen Burger mit Spitzen-Qualität essen wollen, führt in Berlin bei gutem Wetter kein Weg am Burgermeister vorbei.

Meine einjährige Suche durch Berlin ist hiermit beendet, und ich kann mit bestem Gewissen behaupten, dass Sie hier den besten Burger der Hauptstadt genießen können. Und wenn’s kalt sein sollte, einfach schneller essen. Irgendwie logisch...

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