• Lübbecke
  • Espelkamp
  • Rahden
  • Pr. Oldendorf
  • Hüllhorst
  • Stemwede

Der Burger - Teil III: Mustafa's Gemüs-Döner

Laut New York Times gibt es bei Mustafa den besten Döner der Stadt. Aber ist das wirklich so? Die Kollegen aus New York setzen die Messlatte mit dieser Aussage natürlich sehr hoch, doch was wissen Amerikaner über (guten) Döner? Letztlich muss der Döner den strengen Kriterien von Hallo Lübbecke und nicht dem Vergleich mit einem amerikanischen Burger standhalten.

Laut New York Times gibt es bei Mustafa den besten Döner der Stadt. Dieser Test geschah an einem Freitag gegen 12.30 Uhr. Durch die Recherche stieß ich natürlich als erstes auf die Homepage des Ladens. Eine Kuriosität an sich! Wie viele Dönerbuden mit eigener Internet-Homepage kennen Sie? Genau: Ich kannte genau so viele, nämlich gar keine. Die Seite ist lustig aufgebaut, höchst professionell und verleitet mit diversen Funktionen zum Verweilen. Dadurch wird der Magen nicht satter, im Gegenteil, der Hunger meldet sich zu Wort. Aufgrund der Wegbeschreibung auf der Homepage ist es nun allerdings ein leichtes, zu Mustafa zu finden und sich persönlich von den Qualitäten überzeugen zu lassen.
"Mustafas Gemüse Döner" liegt nahezu perfekt direkt an einem Ausgang der Berliner U-Bahnlinie 6, Haltestelle Mehringdamm, unweit vom Checkpoint Charly und der Bergmannstraße, die sich nach dem Essen herrlich zum Bummeln eignet. Nehmen Sie sich also ruhig etwas Zeit mit. Diese wird leider auch für das Anstehen benötigt. Der Begriff Fast-Food trifft also nur indirekt auf diese Dönerbude zu. Wartezeiten von fünf bis zu 20 Minuten während der Wochenenden sind keine Seltenheit.

Der erste Eindruck von "Mustafa's" ist zwiegespalten. Die Dönerbude - ein einfacher Aluminium-Container - sieht nicht allzu vertrauenswürdig aus. Die Schlange von 20 Metern dagegen umso mehr. So viel Kundschaft kann eigentlich kein schlechtes Zeichen sein, vor allem, wenn sich zumindest für fünf bis 20 Minuten der Yuppie aus der Anwaltskanzlei zur Mutter mit Kinderwagen, dem Bauarbeiter in der Pause und dem Arzt gesellt und man die langen Wartezeiten ohne Murren in Kauf nimmt.
Die Menükarte ist sehr klein. Es gibt Döner und Dürüm (die Döner-Zutaten in einem dünnen Tortilla ähnlichem Brot zusammengerollt) mit und ohne Fleisch plus die üblichen Softgetränke. Man sucht vergeblich nach speziellen Döner-Tellern mit weiteren Zutaten oder Gerichte wie Schnitzel und Currywurst. Die Konzentration liegt hier ganz klar auf dem augenscheinlich sehr gut laufenden Döner-Geschäft.
Bei näherem Betrachten sieht man auch die frischen Gemüseberge hinter der Theke, von der die Dönerbude ihren Namen ableitet. Das Spezielle an diesem Döner ist nämlich neben den üblichen Zutaten eine nicht zu verachtende Menge an leicht frittierten Auberginen, Zucchini, Paprika und Kartoffeln, die mit dem klein geschnittenen Ziegenkäse und dem Schuss (frischen!) Zitronensaft diesen Döner schon äußerlich von seinen vielen Konkurrenten unterscheidet.
Die Preise liegen von 2,50 Euro (vegetarischer Döner) bis 3,90 Euro (Dürüm mit Fleisch) leicht über denen der Konkurrenz, doch ist dies schon wegen des frischen Gemüses zu verkraften. Aufgrund der hohen Frequentierung kann es in dieser Dönerbude unmöglich zu labbrigem Gemüse, trockenem Brot oder kaltem Fleisch kommen, ein unbezahlbares Extra, für das man gerne ein bisschen tiefer in die Tasche greift.

Kurznachrichten

Anzeige
Werbe-Button Corona - Bleiben Sie gesund!

Service

Social