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"Bikini Berlin" - das ist Einkaufserlebnis

Das Gebäude macht von außen eher wenig her: Es ähnelt stark den anonymen Plattenbauten, wie man sie noch in Berlin antrifft. Aber dieses Areal ist dennoch etwas ganz besonderes. Denn es steht unter Denkmalschutz und wurde von 2010 bis 2014 komplett kernsaniert und rekonstruiert. Wer den Komplex '"Bikini Berlin" betritt, dürfte deshalb auch den ultimativen Aha-Effekt erleben.

Zwar geht man angesichts der mehrere 100 Meter langen Schaufensterfront in dem sechsstöckigen Gebäude an der Budapester Straße davon aus, dass sich hinter seinen Mauern Geschäfte befinden. Aber was sich dann bietet, ist in der deutschen Shopping-Landschaft bislang nach eigenen Angaben einzigartig.

Im Bikinihaus beheimatet ist Deutschlands erste Concept Mall. Das bedeutet: Neben den international bekannten Markenläden und Flagship-Stores stehen auf rund 3300 Quadratmetern insgesamt 20 Pop-Up-Stores zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Holzmodule, die von Interessenten für drei bis zwölf Monate angemietet werden können. Diese "Shop-Betreiber auf Zeit" können dann beispielsweise besondere Shopping-Konzepte auf ihre Erfolgsaussichten testen.

Doch mit dem "Bikini Berlin" wurde 2014 dieser Location neues Leben eingehaucht gemäß den Anforderungen, die heutzutage an Wohnungen, Shopping und Unterhaltung gestellt werden. Es versteht sich als eine Symbiose aus Kultur und Kreativität, die auf diese Weise verschiedene Trends erfasst und aus dem Zusammenspiel von Vergangenheit und Zukunft etwas Neues entstehen lässt. Das gilt in jedem Fall auch für das in der deutschen Einkaufslandschaft immer gern in den Mund genommenen Anspruch vom "Erlebniseinkauf". Doch wo das draufsteht, ist das längst nicht immer drin. Wohl aber im Bikini Berlin. Hier zu shoppen ist aber tatsächlichen ein Erlebnis, wie es nicht viele Malls dieser Art auf der Welt bieten können. Denn wo kann man auf dicken Kissen Wohnzimmer ähnlich an bodentiefen Fenstern sitzen, Kaffee, Espresso oder ein anderes Getränk genießen, dabei in das Affengehege des Berliner Zoos schauen und die Tiere dort beobachten…

Bildergalerie

Im Anschluss an eine Shopping-Tour im Bikini Berlin lohnt sich in jedem Fall auch ein Abstecher in die Monkey-Bar im direkt nebenan gelegenen 25-Hours-Hotel. Mit einem Aufzug geht es schnell ins zehnte Stockwerk, wo sich sowohl die Monkey-Bar als auch das Restaurant "Neni" befinden. Der Reiz der Bar besteht u.a. in dem wahrlich fantastischen Ausblick, den man durch die bodentiefen Fenster und von der Dachterrasse aus auf den Zoo und weite Teile des alten Westens der Hauptstadt hat. In der Monkey-Bar kann man keine Plätze reservieren; wer aber Glück und damit einen der begehrten Plätze ergattert hat, der kann wählen zwischen guten Kaffeespezialitäten sowie unter Kaltgetränken aller Art. Im "Neni" dagegen kann man reservieren und dann genießen. Wobei der auch hier wunderbare Blick über die Dächer von Berlin das Speisen zu einem Erlebnis werden lässt. Dass man angesichts der Exklusivität der Location auch einen entsprechend großen Euro-Schein dabei haben sollte, versteht sich in diesem Fall sicher von selbst.
Mehr Infos gibt es unter http://www.berlin.de/special/shopping/einkaufscenter/3305576-1724954-bikini-berlin.html

Die Bikinihaus-Geschichte

1955 gebaut und den ästhetischen und architektonischen Vorstellungen und Ansprüchen vorauseilend, nahm dieser einzigartige Komplex die Herausforderungen an, eine Verbindung zwischen der grünen Oase des Tiergartens und dem lebhaften urbanen Flair des Kurfürstendammes zu schaffen. Schon bald nach seiner Eröffnung 1957 erhielt ein Teil dieses als Zentrum am Zoo gedachten Ensembles den Spitznamen "Bikinihaus": Die Berliner, bekannt für ihre "Schnauze" und der Fähigkeit, höchst treffsicher zu formulieren, gaben dem Komplex diesen Namen wegen der ehemaligen horizontalen Zweiteilung des Quergebäudes durch eine Freietage, die damals an das Urlaubs-Kleidungsstück erinnerte.
Den Architekten Paul Schwebes und Hans Schoßberger gelang ein klares transparentes Ensemble: ein Symbol für die wirtschaftliche Wiederauferstehung und ein Meilenstein im kreativen Erwachen der noch jungen Bundesrepublik nach dem Krieg.