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Hotel-Restaurant "Kahle Wart": Der neue Chef kocht hier selbst

Hüllhorst-Oberbauerschaft -

Das Hotel-Restaurant „Kahle Wart“ hat eine lange Geschichte, für die jetzt Kervin Niermann ein neues Kapitel aufgeschlagen hat. Der gelernte Koch und Hotel- und Betriebswirt hat das traditionsreiche Haus an der Oberbauerschafter Straße 220 von der Familie Westermann gekauft und leitet es seit Beginn des Jahres 2013 als Inhaber.

Wilhelm Lenz machte den Anfang, als er sich entschloss, in Oberbauerschaft ein Lebensmittelgeschäft mit Bäckerei und natürlich Dorfkrug unter einem Dach zu gründen. In der Familie weitergegeben wurde der Betrieb an Anneliese und Karl Westermann, die im Januar 1951 das Hotel-Restaurant in seiner jetzigen Dimension eröffneten. Seitdem wurde es ausgebaut und modernisiert.  

Kervin Niermann hat ein erklärtes Ziel: „Das Hotel-Restaurant Kahle Wart will weiter Treffpunkt für alle sein, die gemütlich ein Feierabendbier trinken wollen, die nur eine Kleinigkeit – oder aber auch mehr – essen wollen, die Skat spielen oder klönen oder  im Verein oder in der Gruppe ungestört plauden wollen.“ Ein solches Haus zu führen, war immer der Traum des erfahrenen Gastronomen. Als sich jetzt die Chance ergab, griff er zu. Dabei kann er auf die Hilfe der Familie zählen. Denn sowohl Mutter als auch Ehefrau Alexandra fassen mit an, wenn es im Service erforderlich wird.

Nach seiner Kochlehre im Kurhaus HolsingVital in Bad Holzhausen sammelte der aus Lashorst stammende Kervin Niermann viel Berufserfahrung: Er arbeitete im schweizerischen Luzern und auf Jersey, wo er als Koch und Hotelmanager „das Sagen“ hatte, aber auch in Betrieben im Altkreis Lübbecke wie im Dorfkrug Kaiser in Isenstedt und auf dem Limberg in Pr. Oldendorf. Nach seinem Studium an der Wirtschaftsschule für Hotellerie und Gastronomie in Dortmund führte er von 2004 bis 2011 den Gasthof Zur Linde in Rödinghausen als Pächter.

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Mit guter Küche und gutem Service will Kervin Niermann das Hotel-Restaurant „Kahle Wart“ zu neuer Blüte bringen. Wobei er gezielt auf Heimatverbundenheit setzt. So verarbeitet der Koch Produkte ortsansässiger und regionaler Lieferanten, seine Speisekarte enthält bodenständige Gerichte – die aber mit „Pfiff“ zubereitet werden von Frikadelle und Kotelett an der Theke bis zum Zanderfilet auf Paprika-Sauerrahmkraut mit gerösteten Kartoffelscheiben. Auch in der Preisgestaltung trägt der erfahrene Hotel- und Betriebswirt dem Standort Rechnung. So gibt es Gerichte von 2,50 bis 19,50 Euro. Darüber hinaus gibt es natürlich saisonbedingte Spezialitätenkarten mit Matjes, Spargel und Pickert. Geöffnet ist die „Kahle Wart“ montags bis mittwochs und freitags ab 17 Uhr, samstags für Kaffee und Kuchen ab 15 Uhr, das Restaurant ab 17 Uhr, sonntags ab 10.30 Uhr die Gaststube, ab 11 Uhr das Restaurant, ab 15 Uhr gibt es Kaffee und Kuchen und ab 17 Uhr wieder das Restaurant. Donnerstag ist Ruhetag.

Nach der Teilrenovierung der elf Hotelzimmer – sieben Doppel- und vier Einzelzimmer -, die nun auch mit großen Flachbildschirmen modern ausgestattet sind, steht in naher Zukunft die Installation eines W-Lan-Netzes an. Damit wird dann Internet auch auf den Zimmern kostenlos rund um die Uhr verfügbar sein. Mit Blick auf das nahende Frühjahr soll ganz zügig ein Biergarten entstehen. Gründlich erneuert werden soll –  wenn auch nicht sofort – der Veranstaltungssaal. Geplant sind bodentiefe Fenster, Modernisierung der Saaltheke und eine farbliche Umgestaltung. Außerdem hat Kervin Niermann die Idee, den angrenzenden Garagentrakt zu einem Freisitz mit Blick zum Wiehengebirge umzubauen. Das alles ist aber „Zukunftsmusik“…