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Die „Y-Generation“ kommt in unsere Betriebe

Minden-Lübbecke -

Die 17. IHK-Sommerbereisung bot der IHK Einblicke zur Frage, wie sich unsere stark von klein- und mittelständischen Familienbetrieben geprägte Wirtschaft im Kreis Minden-Lübbecke und die Generation Y aufeinander einstellen.

„Es kommt darauf an, wie sich die Generation Y mit ihren Fähigkeiten und Einstellungen und die Unternehmen mit ihrer eingespielten Betriebskultur und mit dem sich in Richtung Industrie 4.0 und Arbeit 4.0 wandelnden Umfeld aufeinander einstellen“, sagte Christoph Barre, Vollversammlungsmitglied der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld (IHK), während der 17. Sommerbereisung der IHK-Zweigstelle Minden unter dem entsprechenden Motto. Barre: „Die Generation Y kommt bei zunehmendem Fachkräftemangel, steigendem Durchschnittsalter der Belegschaften und hoher Studienquote von Schulabgängern in die Betriebe. Je besser deren Integration klappt, umso besser sind die Chancen unserer heimischen Unternehmen im Wettbewerb.“

Die Generation Y ist laut Wikipedia etwa zwischen 1980 bis 2000 geboren und wird auch als „Millennials“ bezeichnet. Sie ist die erste Generation der „Digital Natives“. Vorgängergenerationen sind die Boomers (bis 1965) und die Generation X (bis 1980). Nachfolger ist die Generation Z mit den Geburtsjahren etwa von 1995 bis 2010. Der Generation Y wird in Wikipedia zusammengefasst eine gute Ausbildung, oft mit Hochschulabschluss, und ein technologieaffiner Lebensstil zugeschrieben. Es ist demnach die erste Generation, die mit Internet und mobiler Kommunikation aufgewachsen ist.

Für ihre Persönlichkeitsentwicklung seien vor allem Soziale Netzwerke wichtig. Diese Generation arbeite lieber in virtuellen Teams als in tiefen Hierarchien. Die Freude an der Arbeit und die Sinnsuche seien ihr wichtiger als Status und Prestige. Im Beruf wollen sie möglichst viel Erfüllung, Freude und Anerkennung („Generation Me“). Intensives Arbeiten und lebenslanges Lernen sei für sie selbstverständlich. Zu den zentralen Vorstellungen der Generation Y zählten mehr Freiräume, die Möglichkeit zur Selbstverwirklichung sowie mehr Zeit für Familie und Freizeit.

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2015 gehörten in Deutschland nach Daten des Statistischen Bundesamtes rund 22 Prozent der Gesamtbevölkerung (NRW: rund 23 Prozent; Kreis Minden-Lübbecke: rund 22 Prozent; IHK-Berechnungen) und in NRW rund 32 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten (IHK-Berechnungen) zur Generation Y (16–35 Jahre).

Die 17. IHK-Sommerbereisung bot der IHK Einblicke zur Frage, wie sich unsere stark von klein- und mittelständischen Familienbetrieben geprägte Wirtschaft im Kreis Minden-Lübbecke und die Generation Y aufeinander einstellen.

Die Rundreise begann zunächst bei PLÜMAT in Espelkamp. Anschließend ging es zu Porta-Möbel in Porta Westfalica. Den Abschluss bildete die Bittner GmbH Druck.Display.Verpackung in Bad Oeynhausen. Die kleine Besuchergruppe wurde dabei von Prof. Mathias Albert (Uni Bielefeld) begleitet, zu dessen Arbeitsschwerpunkten das Verhalten von Generationen gehört. Auf der Tour schilderten Hanspeter Stegh, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Herford, und Swen Binner, IHK-Geschäftsführer Berufliche Bildung, ihre Erfahrungen mit der Generation Y.

Die IHK-Zweigstelle Minden veranstaltet seit 2001 Sommerbereisungen mit jährlich wechselnden Themen.
(Text: Karl-Ernst Hunting – IHK-Zweigstelle Minden / Motivfoto: pixabay.de)

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