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2018 gibt’s in Lübbecke „Kino für die Ohren“

Lübbecke -

Lübbecke ist »StadtLeseStadt 2018«

Sind stolz auf die Lesestadt Lübbecke: von links Bürgermeister Frank Haberbosch, Andreas Oelschläger, Swen Binner und Andreas Winkelmann für die Rotarier sowie Jan Hendrik Maschke und Peter Schmüser vom Lübbecke Marketing. Foto: Horst Husemöller

Der neu gestaltete Lübbecker Marktplatz wird 2018 einen weiteren kulturellen Höhepunkt erleben. Denn Lübbecke ist »StadtLeseStadt 2018« und hat sich in einem über vier Länder erstreckenden Bewerbungsreigen an die Spitze der auserwählten 25 Städte für das kommende Jahr setzen können. Insgesamt hatten sich 234 Städte beworben, unter ihnen unter anderen Wolfsburg, Darmstadt, Berlin oder zum Beispiel München.

Dies verkündeten gerade brandaktuell mit stolzgeschwellter Brust Lübbeckes Bürgermeister Frank Haberbosch und Swen Binner von den heimischen Rotariern, die gemeinsam diese Bewerbungsidee auf den Weg gebracht haben. In der Bewerbung der Stadt heißt es, diese stoße bei den Lesefreunden aus der Region auf große Begeisterung.

Verwiesen wurde auch auf die jährlichen Lesungen am Adventskalender und auf einen rührigen Buchhändler namens Andreas Oelschläger, der in und mit seiner Bücherstube zahlreiche Lesungen in Lübbecke organisiert hat. Und natürlich bekräftigte dieser noch einmal seine Zusage zur Mitarbeit bei der viertägigen Veranstaltung, die zwischen April und Oktober 2018 in Lübbeckes neuer guter Stube stattfinden wird. 

Lesewohnzimmer auf dem Marktplatz

Organisiert wird die große Lesetour durch die Schweiz, Österreich, Südtirol  und die Bundesrepublik von einer österreichischen Agentur - 2018 zum zehnten Mal. Die Agentur wird auf dem Lübbecker Marktplatz ein Lesewohnzimmer einrichten. Das bringt einen Readers Corner, Lesemöbel, einen Genussturm, Kommunikationswürfel - aber vor allem rund 3.000 Bücher in die Städte. Es wird zwölf Stunden täglich zum öffentlichen Schmökern unter freiem Himmel bei freiem Eintritt eingeladen. Stars der Literaturszene (wie in diesem Jahr Rufus Beck) komplettieren den puren Lesegenuss durch eine moderierte »ErzählLesung«. Auch die Lesungen sind ohne Eintritt frei zugänglich. 

Rufus BeckErgänzt werden sollen sie von außerhalb »gelieferten« «Lesezeichen« durch regionale Aktionen mit zum Beispiel Autoren aus der Region und Angeboten für Kinder und Jugendliche. Auch dabei können sich Stadt und Rotary Club auf die tatkräftige Unterstützung aus der Bücherstube verlassen.

Obwohl die Nominierung noch nicht hochoffiziell ist, kann man seitens der Beteiligten in Lübbecke in Absprache mit der veranstaltenden Agentur nun aber bereits an erste Vorplanungen gehen, auch wenn der Termin noch nicht feststeht. Ein bisschen Geld muss besorgt werden, wie Swen Binner erklärte. Lübbecke jedenfalls sei eine »motivierte StadtLeseStadt« und so werde auch das kein Problem sein. 

Rufus Beck (Foto links), Vorleser 2017, hat seine Meinung zum Vorlesen im Übrigen so zusammengefasst: »Vorlesen ist wie Musik machen für einen Zuhörer. Die menschliche Stimme ist für mich das gewaltigste und kreativste Musikinstrument. Es ist einerlei, ob ich singe oder spreche, ich erzeuge einen Klang und damit Sprache. Der Kontext eines gesprochenen Textes wird ja nicht nur durch die Schrift wiedergegeben, sondern durch die Intonation der Wörter, die Tonhöhe, den Rhythmus der Sätze und vor allem die Fermaten, die bewusst eingesetzt werden müssen, um Gedanken zu verdeutlichen.

Ein Text muss atmen können. Und wenn ich meinen Atem organisch, also logisch und sinnfällig mit der Sprache fließen lasse, entsteht Musik. Dann hat der Zuhörer die Möglichkeit, mit zu atmen, mit zu fühlen, dann entstehen Bilder in seinem Kopf, dann wird es Kopfkino, Kino für die Ohren.«
(Text: Horst Husemöller – Neue Umschau)

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