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Zertifizierung: Gelenkersatz auf höchstem Niveau

Rund 400.000 Patienten erhalten in Deutschland jährlich ein künstliches Gelenk, eine so genannte Endoprothese. Diese Implantationen zählen zu den am häufigsten durchgeführten Operationen und gehören zu den Routineeingriffen. Dabei werden etwa 210.000 Hüft- und 165.000 Kniegelenke ersetzt. Auch in der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie im Johannes Wesling Klinikum Minden (JWK) werden viele dieser Operationen ausgeführt. Nach einer externen Überprüfung ist die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am JWK nun als EndoProthetikZentrum (EPZ) ausgezeichnet worden. „Wir freuen uns über das Zertifikat, das unsere qualitativ hochwertigen Behandlungen bestätigt“, sagt Oberarzt Dr. Armin Lugeder.

Gemeinsam mit dem Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie und Leiter des EPZ, Prof. Johannes Zeichen sowie dem Qualitätsbeauftragten Timo Hampel hat Lugeder die Zertifizierung organisiert und vorbereitet. „Die meisten der geforderten Kriterien waren in unserer Klinik schon etabliert“, so Lugeder. Dazu gehören unter anderem die Bild gebende Diagnostik durch Röntgen- und Computertomographie und Magnetresonanztomographie, die Intensivstation, auf der alle Patienten, die eine Knie- oder Hüftprothese erhalten, nach der Operationen überwacht werden, die Physiotherapie und auch die Außenstelle des Sanitätshauses, das die Patienten bei Bedarf mit Hilfsmitteln versorgt.

Nach einer externen Überprüfung ist die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am JWK nun als EndoProthetikZentrum (EPZ) ausgezeichnet worden.

Gelenkersatz auf höchstem Niveau: Die Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie am Johannes Wesling Klinikum Minden (JWK) hat die Zertifizierung zum Endoprothetikzentrum (EPZ) erhalten. (v. l.): Timo Hampel, Qualitätsmanagement-Beauftragter am JWK, Prof. Dr. Johannes Zeichen, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie, und Oberarzt Dr. Armin Lugeder. (Foto: MKK)

Behandlungsstandards und interdisziplinäre Zusammenarbeit

„Neben Behandlungsstandards wurde auch die interdisziplinäre Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen und Berufsgruppen sowie die durchgehende Begleitung und Information der Patienten beurteilt“, erklärt der Oberarzt. Regelmäßige Schulung der beteiligten Mitarbeiter, eine jährliche, externe Überprüfung und die Verpflichtung zur Teilnahme am Endoprothesenregister Deutschland (EPRD) sind weitere Kriterien.

Auch die Anzahl der durchgeführten Operationen spielt eine Rolle. „Gefordert sind 100 pro Jahr, wir haben bei uns einschließlich der Wechseloperationen im Durchschnitt 340 Hüft- und Kniegelenks-OPs“, berichtet der 35-jährige Oberarzt. „Planbare Prothesen-OPs dürfen nur von zertifizierten Hauptoperateuren durchgeführt werden. Bei uns sind es Chefarzt Prof. Zeichen sowie fünf Oberärzte.“ Aufgrund der hohen Ärztezahl könne auch bei Notfällen nachts und an Wochenenden garantiert werden, dass ein Hauptoperateur anwesend ist.

„Wenn ein Patient zu uns kommt, wird zunächst ein Behandlungskonzept erstellt, auf das im Laufe der weiteren Behandlung jeder beteiligte Mitarbeiter zurückgreifen kann“, erklärt Lugeder. Dies gewährleiste eine bestmögliche, individuelle Versorgung und Behandlung des Patienten. „Unser Ziel ist es, unseren hohen Qualitätsstandard für unsere Patienten kontinuierlich zu verbessern und weiterzuentwickeln“, sagt Facharzt Lugeder. Das betreffe das ganze Spektrum der Endoprothetik. (Text: Ulrike Meyer auf der Heide - Mühlenkreiskliniken AöR)

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