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Wärmebilder machen Dämmungsprobleme sichtbar

Manche Schwachstellen ihrer Eigenheime können Eigentümer im Winter mit bloßem Auge erkennen. Manche Schwachstellen ihrer Eigenheime können Eigentümer im Winter mit bloßem Auge erkennen. Am Dach zum Beispiel: Schmilzt Schnee darauf sofort oder trocknen manche Abschnitte nach einem Regen besonders schnell, fehlt eine gute Dämmung. Andere Problemstellen aber, an denen ebenfalls Heizungswärme verloren geht, müssen erst durch Spezialisten sichtbar gemacht werden. Hilfe bei der Suche nach diesen Schwachpunkten und sinnvollen Gegenmaßnahmen bietet das Winterpaket der Verbraucherzentrale NRW. Es besteht aus so genannten Thermografien, also Wärmebildern, und einer Energieberatung.

Kerstin Pahnke, Energieberaterin der Verbraucherzentrale NRW im Kreis Minden- Lübbecke, stellte jetzt die aktuelle Thermografie-Aktion vor. Gemeinsam mit Dr. Beatrix Wallberg, Amtsleiterin des Umweltamtes, Ursula Thielemann, Leiterin der Beratungsstelle Minden, Marie-Luise Heuwinkel, Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale NRW im Aktionsteam Energie und Stefan Pauls, dem Thermografen und Organisationsleiter der Bauking erklärte sie die Bedeutung und Funktionsweise von Thermografien.

„Wärmebilder haben für uns eine ähnliche Funktion wie Röntgenbilder in der Medizin“, erklärt Kerstin Pahnke, seit November 2016 die neue Energieberaterin in Minden. „Sie zeigen uns Aspekte, die dem bloßen Auge verborgen bleiben, nämlich die Temperaturen von Oberflächen.“

Eine weitere Gemeinsamkeit: Ohne das passende Know-how sind weder Röntgen- noch Wärmebilder zuverlässig zu deuten. Fachleute hingegen stellen mit ihrer Hilfe wichtige Diagnosen zu Knochenbrüchen oder Wärmebrücken. Auf Basis des Befunds entsteht schließlich ein individueller Therapieplan. „Für das Eigenheim stellen wir einen Sanierungsfahrplan auf, der die Wünsche und finanziellen Möglichkeiten des Haushalts einbezieht“, betont Kerstin Pahnke.

Stefan Pauls, der schon langjährige Erfahrung als zertifizierter Thermograf aufweisen kann, macht dazu in einer kalten Nacht Außenaufnahmen des Gebäudes. Die Bewohnerinnen und Bewohner bekommen davon in der Regel gar nichts mit, können nach Aussage von Pauls aber auch gerne nach Voranmeldung dabei sein.

Sind die Bilder fertig, folgt ein ausführlicher, 90-minütiger Vor-Ort-Termin zur Energieberatung. „Ich schaue mir die Wärmebilder vorher in Ruhe an und kann erste Schwachstellen so schon erkennen“, erklärt Kerstin Pahnke. Zusammen mit ihren Eindrücken vor Ort bilden die Thermografien eine solide Grundlage für individuelle Modernisierungstipps. Gleichzeitig machen die Bilder die Probleme anschaulich. „Es hilft vielen, wenn sie mit eigenen Augen sehen, wie zum Beispiel ihr ungedämmter Rollladenkasten auf dem Wärmebild knallrot leuchtet“, berichtet die Expertin. „Das Thema Energieverluste wirkt dann weniger abstrakt.“

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Dr. Beatrix Wallberg befürwortet diese Aktion und zeigt sich erfreut, dass die Verbraucherzentrale NRW den Bürgern im Kreis Minden-Lübbecke eine unabhängige Beratung zu Thermografieaufnahmen anbieten kann. Um teure Fehlinvestitionen bei der Sanierung zu vermeiden, sollten Fachleute die Wärmebilder interpretieren, betonte Dr. Wallberg.

Dass es besonders auf die Witterungsverhältnisse ankommt, unterstreicht Marie-Luise Heuwinkel, die das Aktionsteam im Kreis Minden- Lübbecke betreut. Im Moment seien die Verhältnisse sehr gut, denn es ist trocken und kalt. Obwohl die Aktion bis zum 15. April 2017 geplant ist, empfiehlt sie, dass sich interessierte Verbraucher/-Innen bereits jetzt melden, so dass die bestmöglichen äußeren Umstände für die Thermografieaufnahmen genutzt werden können.

Die Thermografie-Aktion findet im Rahmen des Projekts Energiewende der Verbraucherzentrale NRW statt und wird von der Europäischen Union und dem Land Nordrhein-Westfalen gefördert. Der Gesamtpreis für den Verbraucher beträgt durch die Förderung nur noch 190 Euro inklusive Energieberatung.

Wichtig für die Verbraucherinnen und Verbraucher: Unsere Energieberater/-Innen geben individuelle Hinweise zu den gesetzlichen Vorgaben und den finanziellen Fördermitteln.

Mehr Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung gibt es unter www.verbraucherzentrale.nrw/thermoaktion, unter 0211-33996555 und unter 0571-38637906. Unter dieser Telefonnummer ist Kerstin Pahnke auch während der Energiesprechstunde, immer montags, von 10-13 und donnerstags von 15-18 Uhr erreichbar.
(Text: Kerstin Pahnke / Foto: Verbraucherzentrale Beratungsstelle Minden)

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