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Auch Tiere würden wohl für sich kochen

Vor tausenden von Jahren hat der Mensch die Vorteile des Feuers entdeckt und festgestellt, dass erwärmte Nahrung nicht nur besser schmeckt, sondern auch haltbarer und vor allem besser verdaulich ist. Die Tiere haben die Fähigkeit, ihre Nahrung zu kochen, bis heute jedoch nicht erlernt. Die natürliche Beute der Tiere, zumindest der Fleischfresser, ist somit roh – sollte man meinen.

Wir empfehlen daher, für das Tier zu kochen, anstatt Rohware zu verwenden, weil es besser verdaulich ist und Erreger abgetötet werden.

"Dieser Zustand der erjagten Beute ist jedoch nicht direkt mit dem zu vergleichen, was wir unter 'barfen' kennen. Die gehetzte Beute hat einen extrem hohen Adrenalinspiegel und ist warm. Im Gegensatz zu dem uns bekannten Barffleisch, das in der Regel tiefgefroren geliefert wird", erklärt Stefan Wolfarth (Foto), zertifizierter Ernährungsberater für Hunde und Katzen,
Gesundheitstherapeut und Dozent sowie Betreiber der Fach-Internetseite mit Shop Gesundes im Napf.

Egal, welche Ernährungsart Sie bislang verwenden: Besteht ein Problem mit dem Magen/Darm, bekommen Sie von Ihrem Tierarzt die Empfehlung, zumindest vorübergehend für das Tier zu kochen; in der Regel empfehlen die Tierärzte Hühnchenfleisch und Reis. Weil gerade bei einer Magen-/Darmerkrankung die Verdauungsvorgänge verbessert werden müssen, was durch den gekochten Zustand erreicht wird.

Könnten unsere Hunde und Katzen kochen, würden Sie es vermutlich genau so wie der Mensch auch tun.

Gerade bei einer Erkrankung im Magen-/Darmtrakt ist der Organismus auch empfindlicher gegenüber diversen Erregern, die zusätzlich durch das Kochen abgetötet werden. Viele Erreger werden zwar auch durch das Einfrieren über einen bestimmten Zeitraum bei -20 Grad erreicht, aber eben nicht alle. Und wer hat Zuhause schon die Möglichkeit, mit -20 Grad zu frosten!?

Allerdings sollte man die Nahrung nicht verkochen, da ansonsten zu viele Nährstoffe verloren gehen. Am besten nur dünsten, um möglichst viele Nährstoffe zu erhalten. Noch besser ist es, die Rohstoffe luftdicht zu verpacken und erst dann zu erwärmen, da auf diese Weise am meisten Nährstoffe erhalten bleiben. Dieses Verfahren nennt man Kaltabfüllung, weil die Rohstoffe kalt abgefüllt, luftdicht verschlossen und dann erwärmt werden. (Text und Foto: Stefan Wolfahrt, Ernährungsberater für Hunde & Katzen, Gesundheitstherapeut und Dozent, www.gesundes-im-napf-de)

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