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Škoda Superb Combi: ganz superbes Auto

Wer sich auf die Suche nach einem neuen - oder auch anderen - Auto macht, kann ob der Vielfalt an Marken, Modellen und Ausstattungen doch schon mal den Überblick verlieren. Was ziemlich schade ist - ganz gleich, ob es sich um die bisherige Lieblingskarosse oder eine Alternative handelt. Insofern lohnt es sich allemal, den Neuen in der Škoda-Phalanx einmal genauer unter die Lupe zu nehmen, den "Superb III Combi". Anschauen, anfassen, reinsetzen und dann ganz bestimmt einmal probefahren kann man das Premium-Exemplar aus dem Hause Škoda z.B. im Autohaus Schmale in Lübbecke-Blasheim, Hauptstraße 113.

Wir haben das Modell 2.0 TDI SCR SDG Style einem Test unterzogen. OK - es ist das Modell mit Vollausstattung zum Preis von rund 49.000 Euro. Wer aber kostengünstiger einsteigen will oder muss, wird bereits ab 25.490 Euro fündig - und das mit einer Ausstattung, die auch schon viele Wünsche erfüllt.

Einsteigen bitte

Gemeinsam ist der neuen Škoda-Combi-Linie die auffallend gute, sozusagen "superbe" Verarbeitung. Sie kann man durchaus als "top" bezeichnen. Wer Platz nimmt - ob vorn oder auf der Rückbank - wird mit Freude die straffe Polsterung und gerade auch im Fond die "riesige" Beinfreiheit für drei Personen bewundern und genießen. Die Türen fallen mit einem leisen "Plop" ins Schloss, man sitzt hoch. Ist man Herr - oder Frau - über die Hebel und Rädchen an den Sitzseiten, kann man den Vordersitz dank Memory-Funktion für 3 Fahrer justieren; der Beifahrer muss sich - wenn gewollt - jeweils den Sitz neu einstellen.

Und umrundet man den Wagen dann, kommt man nicht umhin, das Design mindestens mit einem - oder mehreren - anerkennenden Kopfnicken zu würdigen. Ein weiteres, "nicht hörbares" Indiz für die gute Verarbeitung: auf klappern, rattern oder rasseln auch beim Fahren auf schlechtem Untergrund wartet man vergeblich.

Mit entsprechender Faltung hatten die Škoda-Designer bereits dem neuen Fabia Eleganz und Schick verliehen. Das wird jetzt beim neuen Superb Combi perfekt fortgesetzt. Von wegen Familienkutsche: Das ist ein überaus komfortabler Reisewagen mit viel großen und kleinen Stauräumen, der sich auch noch eindrucksvoll ins Bild setzt.

Die Instrumentierung am Arbeitsplatz des Fahrers ist übersichtlich. Doch bietet die Technik durchaus viele Möglichkeiten zur Spielerei, was man bei der Fahrt aber ja tunlichst unterlassen sollte. Hat man sich an das Fahrzeug und die Möglichkeiten, die es bietet, gewöhnt, wird man sie ganz bestimmt gern nutzen. Sie alle aufzuzählen, ersparen wir uns hier. Einige aber sollen doch erwähnt werden.

Technik und Komfort

Da sind in der von uns gefahrenen Version die Regenschirme für Fahrer und Beifahrer zu erwähnen, die man geschickt in der Türverkleidung platziert hat. Wir kennen das alle: Man ist am Ziel, hat weit entfernt endlich einen Parkplatz gefunden - und muss durch den Regen zum Termin waten, weil man natürlich den Schirm zu Hause vergessen hat. Das können Sie nun vergessen: Die Schirme in den Vordertüren halten Sie zumindest oben trocken.

Eine weitere Überraschung - insbesondere bei Eis und Schnee - wartet in der Tankklappe. Immer dann, wenn man den Eiskratzer benötigt, fehlt er im Auto oder man findet ihn gerade nicht. Die Škoda-Ingenieure haben nachgedacht und in die Tankklappe eine Halterung mit Eiskratzer integriert, in dem man ihn immer findet. Vorausgesetzt, man steckt ihn immer wieder dorthin zurück.

Womit wir beim Einparken wären. Viele Premiumkarossen verfügen über Parklenk-Assistenten. Doch der Normalfahrer traut dieser Technik eher noch nicht. Wir haben sie - ganz mutig - beim 2.0 TDI SCR SDG Style getestet, und sind begeistert. Sie ist die ideale Ergänzung zum Abstandswarner beim Einparken; man muss sich nur dran gewöhnen und sie einsetzen.

Bildergalerie

Der 4,856 Meter lange Wagen spricht direkt und leicht auf Lenkmanöver an. So ist es kein Problem, wenn es mal "ruck-zuck" um Kurven geht. Und hat man sich an die kaum spürbare Verzögerung gewöhnt, mit der die Automatik aufs Gasgeben reagiert, rollt man souverän und leise über die Straßen. Der Kraftstoffverbrauch liegt nach Herstellerangaben - abhängig von der Motorenstärke zwischen 120 und 280 PS - innerorts zwischen 4,7 und 7,9 Litern Diesel, kombiniert zwischen 4 und 6,3 Litern, die Emission liegt kombiniert zwischen 105 und 146 g/km. Wobei letztlich immer auch die Fahrweise entscheidet. Die Technik jedenfalls ist auf Sparen ausgerichtet; die Start-Stop-Automatik ist somit natürlich mit an Bord. Und mit dem adaptiven Abstandsassistenten kann man sich auf Autobahnen oder Schnellstraßen locker an einen Vordermann "anhängen" und sich "ziehen" lassen.

Beeindruckend ist in jedem Fall die Ladekapazität des Wagens. Wir haben sie mit Bierkisten getestet mit folgendem Ergebnis: In den normalen Kofferraum passen bei eingebautem Verdeck neun Kisten. Nimmt man die Abdeckung ab - Abbau und Einbau sind erfreulicherweise sehr einfach -, passen ein Dutzend Kisten hinein. Und erweitert man die Kapazität durch Umlegen der Rückbank, bringt man 22 Kisten unter - plus zwei, die auf dem Beifahrersitz und davor noch Platz fänden. Die nächste Party ist also gesichert. Und wenn es mal knapp wird mit der Kofferraumhöhe, kann man den Boden mit einem Handgriff rund zehn Zentimeter absenken, was den Transport sperriger Güter schon man vereinfachen kann.

Auch im Kofferraum haben die Škoda-Macher eine Überraschung parat: Die Leuchte ist abnehmbar und als Taschenlampe zu gebrauchen - ein tolles Hilfsmittel für nächtliche Spätheimkehrer, wenn vor dem Haus mal der Bewegungsmelder streikt. Muss man dann etwas ausladen und hat die Hände bereits voll, genügt ein Kick unter die Heckklappe. Sie sollte sich dann selbsttätig elektrisch öffnen. Und tatsächlich: nach mehreren Kicks haben wir auch den Bereich erwischt, in dem der Kick den Befehl auslöst. Fußballer haben da eventuell leichte Vorteile…

Fehlt noch das Unterhaltungsangebot. Das Medienzentrum macht mit einem großen Touch-Screen-Bildschirm - auch steuerbar vom Lenkrad aus - auf sich aufmerksam. Vieles erklärt sich von selbst und ist mit ein bisschen Übung ganz schnell beherrschbar. Wem das Angebot der zahllosen Radiosender irgendwann wegen der ständigen Wiederholungen auf die Nerven geht, kann problemlos z.B. zur eigenen Musikauswahl auf Handy, Stick, Sim-Karten oder DVD - sogar einen solchen Schacht gibt es noch - wechseln. Auch der Fond bietet einige dieser Steckplätze, und dank Lademöglichkeit und USB-Anschluss sogar die Freiheit zur Arbeit mit PC.

Fazit: Der Škoda Superb Combi ist zweifellos ein echter Hingucker dank überzeugender Designarbeit im Detail. Er bietet - je nach Modell und Motorisierung - den gewünschten Komfort bis zur Vollausstattung, die kaum Wünsche offen lässt. Škoda hat mit dem Superb Combi einen Wagen im Angebot, der aus der Mittelklasse deutlich herausragt und mit seinem Preis-Leistungsverhältnis insbesondere den in höheren Preisregionen agierenden Premium-Herstellern ein echter und Ernst zu nehmender Konkurrent sein dürfte.

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